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Die Pupillen von Vögeln verengen sich im Schlaf

  • Bei Säugetieren erweitern sich die Pupillen im Schlaf.
  • Bei Vögeln ist es genau andersherum.
  • Sie verengen sie sich.

Je größer unsere Pupillen sind, desto mehr Licht können sie aufnehmen. Und je kleiner sie sind, desto weniger. Dadurch können wir einerseits im Dunkeln besser sehen und andererseits vor grellem Sonnenlicht geschützt. Die Größe verändert sich aber auch abhängig von unseren Gefühlen und Denken und zeigt außerdem, wie aktiv unser Gehirn ist.

Im sogenannten REM-Schlaf (REM = rapid eye movement = schnelle Augenbewegungen) sind die Pupillen stark erweitert und das Gehirn ganz besonders aktiv. Bei Tauben ist das jedoch genau andersherum. Forscher haben herausgefunden, dass sich bei den Tieren im REM-Schlaf die Pupillen verengen. Das ist überraschend für die Vogelforscher, denn sie fragen sich, inwiefern das Gehirn von Vögeln anders arbeitet.

Außerdem stellt sich eine spannende Frage: Können Vögel die Größe ihrer Pupillen gewollt ändern? Wir Menschen haben normalerweise keinen Einfluss darauf, aber Vögel haben in ihren Augen andere Muskeltypen – und zwar sogenannte „gestreifte“ Muskeln statt „glatte“ Muskeln. Mit Hilfe der gestreiften Muskeln können wir Menschen zum Beispiel, Arme oder Beine bewegen. Die glatte Muskulatur können wir nicht steuern.

Die Studie des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und des Neurosciences Research Center in Lyon (Frankreich) wurde im Oktober 2021 veröffentlicht.

Quelle: https://www.orn.mpg.de

Taube Taube - Foto: Gigi Tabatadze/Shutterstock