Wölfe überlebten die Eiszeit, weil sie ihre Ernährung änderten
- Wölfe haben nicht immer Karibus und Elche gefressen.
- Während der letzten Eiszeit machten sie vor allem Jagd auf Pferde.
- Das können Forscher anhand der Abnutzung fossiler Zähne erkennen.
Während der Eiszeit 50 % Pferdefleisch
Wölfe, die in den kälteren, nördlicheren Gebieten leben, machen heute vor allem Jagd auf Elche, Rentiere, Karibus und andere Hirscharten. Aber das war nicht immer so. Während der letzten Eiszeit standen vor allem Pferde auf ihrem „Speiseplan“.
Abnutzungen an den Zähnen liefern den Beweis
Den Beweis dafür liefern Zähne und Schädelknochen aus dem Yukon-Gebiet (Kanada), von denen einige bis zu 50.000 Jahre alt sind. Forscher haben die Abnutzungen, die durch das Erlegen und Fressen entstehen, mit denen von heutigen Wölfe verglichen. Außerdem stellten sie chemische Analysen an und konnten dadurch ganz genau belegen, was die Tiere gefressen haben – ganz nach dem Motto „Du bist, was du isst“.
Nur 15 % Karibus und Schafe
Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Nahrung der Raubtiere früher mindestens zur Hälfte aus Pferden bestand und zu etwa 15 % aus Karibu und Alaska-Schneeschafen. Weil sie so flexibel waren und sich angepasst haben, konnten die Tiere die Eiszeit überleben.
Über die Studie
Die Studie des Studie des Canadian Museum of Nature wurde im April 2021 in der Zeitschrift Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology veröffentlicht.
Quellen:
- In Äthiopien: Erste Wolfsart entdeckt, die Nektar trinkt und Blüten bestäubt
- Wölfe und Hunde merken sich ganz genau, wo Menschen Futter verstecken
- Wölfe verhindern Unfälle mit Autos
- Wölfe fressen lieber Wildtiere als Nutztiere
- Origineller Test zeigt: Wölfe sind sich ihrer selbst bewusst
- Wölfe vermissen ihren Menschen so wie Hunde es tun