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Das Fell von Schnabeltieren leuchtet unter UV-Licht

  • Das Fell des Schnabeltiers leuchtet unter UV-Licht.
  • Damit ist es das erste bekannte Eier-legende Säugetier mit Biofluoreszenz.
  • Sein Fell schimmert unter UV-Licht in Grün- und Blau-Tönen.

Schnabeltiere sind erstaunliche Tiere. Mit ihrem Entenschnabel, Biberschwanz und Otterpelz sehen sie aus ein Mischwesen, im bayrischen Sprachraum auch Wolpertinger genannt. Außergewöhnlich ist aber nicht nur sein Aussehen, sondern auch seine Fähigkeit, mit seinem Schnabel elektrische Signale wahrzunehmen. Zudem ist es eines der wenigen giftigen Säugetiere. Aber das ist immer noch nicht alles.

Forscher fanden jetzt heraus, dass das Fell des Schnabeltiers unter UV-Licht leuchtet. Sein Fell absorbiert (= nimmt auf) UV-Licht auf, das eine Wellenlänge zwischen 200 und 400 Nanometer hat. Dieses UV-Licht wirft sein Fell in Form von sichtbarem Licht mit 500-600 Nanometern zurück. Sein Fell, das tagsüber braun aussieht, schimmert nachts unter UV-Licht in Grün- oder Blautönen.

Aber warum leuchtet das Schnabeltier unter UV-Licht? Das ist eine gute Frage. Es ist nachtaktiv und man könnte denken, dass es leuchtet, um besser zu sehen. Sein Sehsinn ist aber nicht gut ausgebildet, und das muss er auch nicht sein, denn das Kloakentier orientiert sich mit Hilfe seines Elektrosinns. Im Moment wird vermutet, dass es leuchtet, um mit anderen Schnabeltieren zu kommunizieren.

Übrigens: Auch Opossums, Skorpione und Gleithörnchen leuchten unter UV-Licht.

Biofluoreszenz vs. Biolumineszenz

Biofluoreszenz ist nicht dasselbe wie Biolumineszenz. Bei der Biofluoreszenz ist das Leuchten eine Reaktion von Außen, bei der Biolumineszenz leuchtet das Tier aktiv von selber - z. B. das Glühwürmchen oder Sepien.

Quelle: https://phys.org, http://dx.doi.org

Schnabeltier Schnabeltier - Foto: wernermuellerschell/Shutterstock