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Vielfraße werden mit Nintendo Wii-Technik getrackt

  • Das Verhalten von Vielfraßen wurde früher mit Radiosignalen getrackt.
  • Heute steckt in den Tracking-Halsbändern eine verbesserte Technologie.
  • Sie ist dieselbe wie in einem Smartphone oder einer Nintendo Wii.

Um das Verhalten von Wildtieren besser zu verstehen, verwendete man früher Sender, die mit Radiosignalen den Standort der Tiere aufzeigten. Zum Beispiel, um zu verstehen, wie groß ihr Revier ist, wo sie sich bevorzugt aufhalten oder wie weit und wohin sie wandern. Mittlerweile setzt man GPS ein, also einen Sender, der die Daten per Satellit übermittelt. Der Vorteil: Die Daten sind viel genauer und lückenloser. Aber mit einer neuen Technik lässt sich sogar aufzeichnen, was genau die Tiere gerade machen, z. B. sich ausruhen, fressen, jagen oder sich putzen.

Die Technik kennen wir aus unserem Alltag, denn sie steckt in Smartphones, Fitnessarmbändern und z. B. auch der Nintendo Wii. Sie nennt sich „dreiachsiger Beschleunigungsaufnehmer“ (auf Englisch „tri-axial accelerometer“). Um diese Technik auch in Halsbändern für Vielfraße nutzen zu können, beobachteten die Entwickler zwei Wochen lang das Verhalten der Tiere und verknüpften die Informationen mit den Aufenthaltsorten, um auf dieser Basis ein Berechnungsverfahren (= Algorithmus) zu programmieren.

Was sind Vielfraße?

Vielfraße sind große, schwere Marder, die in Eurasien und Nordamerika leben. Ihre Lebensraum ist die Taiga und die Tundra. Das nachtaktive Raubtier wird auch Giermagen und Gierschlund genannt. Woher der Name kommt, ist nicht ganz geklärt. Entweder vom altnorwegischen „fieldfross“ für Felsenkater oder eben aus dem Grund, dass er große Vorräte anlegt. Zu den engeren Verwandten des Vielfraßes zählen z. B. Buntmarder, Steinmarder und Zobel. Im weiteren Sinne auch Dachse.

Auf Englisch heißt der Vielfraß „Wolverine“. Dieser Name ist den meisten vor allem als Comicfigur und Superheld der Marvel-Serie X-Men bekannt.

Quelle: https://www.livescience.com

VielfraßVielfraße - Foto: Jonathan Othén [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons