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Riesenkäfer

Steckbrief Riesenkäfer

Größe 4-17 cm
Lebensdauer wenige Tage, Monate bis Jahre
Wann aktiv? nachts
Ernährung Obst, Salat, Gemüse
Haltung im Terrarium
Tiere mind. zwei Tiere

Artbeschreibung

Riesenkäfer sehen durch ihre Hörner wild und gefährlich aus, aber die kleinen Insekten sind vollkommen harmlos. Sie beißen nicht, sie stechen nicht und sie können mit ihren Hörnern niemanden verletzen. Sie besitzen auch keine Giftdrüsen. Nur die Larven des Dreihornkäfers sollte man nicht unbedingt mit den Fingern berühren, weil sie mit ihren Beißwerkzeugen kneifen können. Riesenkäfer sind ohnehin keine Kuscheltiere. Auf die Hand genommen zu werden bedeutet Stress für die Tiere, daher eignen sie sich vor allem zum Beobachten. Wer sie gut pflegt, kann mit Nachwuchs rechnen.

Was machen Riesenkäfer den ganzen Tag?

Als Larve bleiben sie unter der Erde und fressen dort verwesende Pflanzen, um sich später zu verpuppen und in Käfer zu verwandeln. Die erwachsenen Tiere graben unheimlich gerne. Sie buddeln und buddeln, bis man sie nicht mehr sieht und sie bleiben häufig stundenlang unter der Erde. Warum? Durch die Feuchtigkeit in der Erde trocknet ihr Körper nicht aus. In der freien Natur dient das eingraben auch dem Schutz vor Feinden.

Riesenkäfer Riesenkäfer - Foto: Kdonmuang/Shutterstock

Machen Riesenkäfer Geräusche?

Ja! Riesenkäfer fauchen, wenn sie ärgerlich sind, also zum Beispiel, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen oder mit einem Männchen kämpfen. Es ist wirklich sehr lustig und erstaunlich, wie laut die kleinen Käfer dabei sein können.

Können Riesenkäfer fliegen?

Man traut es den dicken Käfern kaum zu, aber sie können tatsächlich fliegen. Deshalb gilt es, immer gut aufzupassen, wenn man das Terrarium öffnet.

Was für Riesenkäfer gibt es?

Es gibt um die 1.500 Riesenkäferarten. Vor allem der Dreihornkäfer und der Nashornkäfer sind als „Einsteiger“-Käfer beliebt. Fortgeschrittene begeistern sich für den Herkuleskäfer. Er ist zusammen mit dem Riesenbockkäfer einer der größten der Welt! Daher kann man einfach nicht genau sagen, wie lange sie leben. Außerdem unterscheiden sie sich in ihrer Lebensdauer und in ihrem Verhalten. Die folgenden Angaben sind als grobe Hinweise zu verstehen:

• Dreihornkäfer

Größe: 6-13 cm
Larvenstadium: 12-24 Monate
Lebensdauer: 2-10 Monate als erwachsenes Tier

• Nashornkäfer

Größe: 4 cm
Larvenstadium: bis zu 3 Jahre
Lebensdauer: 2-3 Jahre als erwachsenes Tier

• Herkuleskäfer

Größe: 5-8 cm, manche bis zu 17 cm
Larvenstadium: 18-22 Monate
Lebensdauer: 75 Tage als erwachsenes Tier

Riesenkäfer Riesenkäfer - Foto: Juthamat98/Shutterstock

Haltung

Terrarium: mind. 40 x 30 x 35 cm pro Tier (B x H x T)

Männliche Tiere sollten nicht zusammen gehalten werden. Wenn sie sich in der freien Natur begegnen, kann es zu einem Kampf kommen, aber danach geht jeder wieder seines Weges. Im Terrarium geht das aber nicht, da der Platz begrenzt ist und die Tiere ständig aufeinander stoßen. Am besten hält man zwei weibliche Tiere oder gibt nur ein Männchen dazu.

Riesenkäferlarven

Riesenkäfer bekommt man selten als erwachsene Tiere, sondern meist als Larven. Es kann sehr lange dauern, bis die Tiere sich in Käfer verwandelt haben. Es gilt also, viel Geduld mitzubringen. Die Larven leben in einer speziellen Erde, die hier und da auf Trockenheit geprüft und im Zweifel befeuchtet werden muss. Außerdem ist es besser, die Kotkügelchen der Larven regelmäßig zu entfernen.

Erwachsene Tiere

Erwachsene Riesenkäfer werden in einem Terrarium bei etwa 22-30 Grad Celsius gehalten. Es braucht nicht viel Einrichtung, aber eine gute Erde und gute Belüftung (aber keine Zugluft).

Lieblingsfutter

Riesenkäfer fressen unheimlich gerne kleine Bananenstückchen ;)

Riesenkäfer Riesenkäfer - Foto: goldenjack/Shutterstock

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