Schlaue Meeresriesen! Eine neue Studie beweist: Auch Belugawale können sich selbst im Spiegel erkennen!
- Forscher untersuchten das Verhalten von vier Belugawalen vor einer verspiegelten Scheibe.
- Zwei der Wale zeigten deutliche Reaktionen und nutzten den Spiegel gezielt, um ihren eigenen Körper zu betrachten.
- Ein Weibchen bestand sogar den berühmten „Spiegeltest.
Das Rätsel um das Ich-Bewusstsein
Wissen Tiere, wer sie selbst sind? Um das herauszufinden, nutzen Wissenschaftler seit Jahrzehnten den sogenannten Spiegeltest. Nur wenige Tierarten – wie Schimpansen, Delfine oder Elefanten – verstehen, dass sie im Spiegel kein fremdes Tier, sondern sich selbst sehen. Eine neue Untersuchung zeigt nun, dass auch Belugawale zu diesem „Club der intelligenten Lebewesen“ gehören. Die weißen Wale besitzen offenbar ein echtes Bewusstsein für den eigenen Körper.
Belugawal Natasha im Scheinwerferlicht
Für das Experiment beobachtete das Forschungsteam eine Gruppe von vier Belugawalen in einem Aquarium. Vor den Unterwasserfenstern wurde abwechselnd ein echter Spiegel und eine normale, durchsichtige Scheibe angebracht. Zwei der Wale, eine Mutter und ihre Tochter, waren völlig fasziniert von ihrem Spiegelbild. Sie machten außergewöhnliche Bewegungen und drehten sich immer wieder hin und her. Das Highlight: Die Wal-Dame Natasha bekam einen ungiftigen Farbfleck auf den Körper gemalt. Im Anschluss schwamm sie gezielt zum Spiegel, um genau diese markierte Stelle ausgiebig zu betrachten.
Wale sind klüger als gedacht
Dass Natasha den Fleck mithilfe des Spiegels untersuchte, gilt in der Verhaltensforschung als goldener Beweis für Selbsterkenntnis. Da Belugawale in engen Familienverbänden leben und viel miteinander kommunizieren, überrascht das Ergebnis die Fachwelt aber eher weniger. Dennoch liefert die Untersuchung wichtige neue Einblicke in die geistigen Fähigkeiten von Meeressäugern. Sie zeigt einmal mehr, wie vielschichtig das Denken und die Wahrnehmung dieser faszinierenden Meeresbewohner in Wirklichkeit sind.
Über die Studie
Die Studie der University of New York (USA) wurde im Mai 2026 im Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht.
Ich bin begeistert von dieser Entdeckung! Es zeigt einmal mehr, dass wir Menschen nur glauben, so viel intelligenter und besser zu sein ;)
Silke von tierchenwelt.de
Quellen:
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