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Wie giftige Monarchfalter von Feinden ausgetrickst werden

  • Als Raupen ernähren sich Monarchfalter von giftigen Pflanzen.
  • Als ausgewachsene Tiere sind sie dadurch selbst giftig für ihre Feinde.
  • Doch diese haben sich einfach an das Gift angepasst.

Hundsgiftgewächse und Wolfsmilchgewächse sind Pflanzen, die einen milchigen Saft besitzen. Er tritt aus, wenn die Pflanzen verletzt werden, z. B. weil ein Tier sie anknabbert. Der Saft verschließt daraufhin einerseits die Wunde und schreckt auch das Tier ab, weil er giftig ist.

Monarchfalterraupen haben sich jedoch durch natürliche Veränderungen in ihrem Erbgut an das Gift angepasst. Sie können die Pflanzen fressen, ohne Schaden zu nehmen und werden selbst dadurch giftig. Das hat für sie einen großen Vorteil: Ihre Feinde lassen die Finger von ihnen.

Forscher haben kürzlich festgestellt, dass sich aber auch die Raubtiere anpassen. Sie fanden vier Tierarten, deren Erbgut sich ähnlich verändert hat: den Schwarzkopf-Knacker (ein Sperlingsvogel), die Hirschmaus, eine winzige Wespe und eine Nematode (ein Fadenwurm). Diese Tiere haben eine Resistenz entwickelt und können daher Monarchfalterraupen fressen, ohne unter dem Gift zu leiden – der ansonsten zu Herzstillstand führen kann.

Für die Forscher ist das sehr spannend, weil die Pflanzengifte Mutationen (Erbgutveränderungen) auslösen und wie in einer Art Kettenreaktion mehere Tiere nacheinander dazu bringt, sich zu entwickeln.

Die Studie der University of California, Berkeley und UC Riverside (USA) ist im November 2021 in der Zeitschrift Current Biology erschienen.

Quelle: https://www.earth.com

Schmetterling Schmetterling - Foto: Jearu/Shutterstock