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Kuscheln oder Kratzen – eine Faustregel hilft, Katzen besser zu verstehen

  • Menschen können oft nicht einschätzen, ob ihre Katze gestreichelt werden will.
  • Mit Hilfe einer Faustregel soll das einfacher werden.
  • Es geht dabei vor allem um Wahlmöglichkeit und Aufmerksamkeit.

Die Körpersprache von Katzen ist für viele Besitzer nicht immer eindeutig. Will sie kuscheln und gestreichelt werden oder nicht? Im Rahmen einer Studie durften 100 Teilnehmer eine Faustregel testen. Sie lautet: CAT. Das C steht für control (= Kontrolle), das A für attention (= Aufmerksamkeit) und T für touch (= berühren).

Mit „Kontrolle“ ist gemeint, dass die Katze die Kontrolle darüber hat, was geschieht. Also, dass sie die Wahl hat und darüber entscheiden kann, ob sie sich berühren lassen will oder nicht. Dazu gehört beispielsweise, dass der Mensch seine Hand nur anbietet und sie nicht sofort anfasst. Unter „Aufmerksamkeit“ ist zu verstehen, dass sie genau beobachtet werden soll. Wenn sie sich wegbewegt, sie die Ohren an Kopf anlegt, den Kopf schüttelt, sich das Fell am Rücken kräuselt oder der Schwanz schnell hin und her wischt – dann sollte man sie in Ruhe lassen. Beim „Berühren“ gilt es zu beachten, wo sie gerne gestreichelt werden möchte. Die meisten bevorzugen den Ohransatz, die Wangen und unter dem Kinn.

Die Teilnehmer der Studie durften sechs Katzen streicheln, und zwar drei bevor sie die Faustregeln lernten und drei danach, unter Anwendung der Regeln.

Der Ergebnis: Die Tiere fühlten sich mit „CAT“ deutlich wohler, waren freundlicher, zugänglicher, weniger ängstlich, weniger frustriert. Als Zeichen des Wohlgefühls und der Zuneigung beschnupperten sie die Teilnehmer deutlich länger, rieben sie sich an ihnen, richteten ihre Ohren nach vorne oder neutral, kneteten mit den Pfoten.

Die Studie der Nottingham Trent University (England) wurde im Juli 2021 im Magazin Frontiers in Veterinary Science.

Quelle: https://phys.org

Kartäuser Kartäuser - Foto: ajlatan/Shutterstock