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Glasfrösche winken mit Händen und Füßen, um Partner anzulocken

  • Glasfrösche rufen, wenn sie auf der Suche nach einem Partner sind.
  • In manchen Gegenden werden ihre Laute von rauschendem Wasser übertönt.
  • Dann winken sie, um trotzdem wahrgenommen zu werden.

Wenn Frösche auf Partnersuche sind, machen sie sich durch ihr Quaken bemerkbar. Je schöner und lauter, desto größer sind ihre Chancen, einen Partner zu finden. Aber was macht ein Frosch, der neben einem laut rauschenden Fluss oder Wasserfall lebt?

Davon kann der Glasfrosch quasi „ein Lied singen“, der in seiner Heimat Ecuador fast ausschließlich in der Nähe von tosenden Wasserfällen lebt. Er hat zwar einen extrem hohen Ruf, aber bei den lauten Geräuschen ist sein schöner Gesang kaum zu hören. Daher greift in die Trickkiste: Er winkt mit Händen und Füßen und wackelt mit dem Kopf. Er geht also auf Nummer sicher und setzt auch sichtbare Zeichen ein, um nicht nur gehört, sondern zusätzlich auch gesehen zu werden.

Was für die Biologen besonders spannend ist: Dieses Verhalten wurde zwar schon bei anderen Fröschen in den Regenwäldern Indiens, Borneos und Brasilien festgestellt, aber noch nie bei Glasfröschen. Das heißt, dass unabhängige, nicht mit einander verwandte Arten, dieselben Strategien entwickeln, um sich ihrer Umgebung und ihren Lebensbedingungen anzupassen.

Biologin Rebecca Brunner von der Universität von Kalifornien, Berkeley (USA) beobachtete dieses Verhalten und veröffentlichte ihre Entdeckung im Magazin Behaviour.

Quelle: https://www.earth.com

Glasfrosch Glasfrosch - Foto: G.J. Verspui/Shutterstock