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Bakterien und 3D-Drucker könnten Korallenriffe retten

  • Bakterien können künstliches Calciumcarbonat herstellen.
  • Mit Hilfe eines 3D-Druckers lassen sich daraus viele Dinge machen.
  • Korallenriffe könnten z. B. mit einer „Wirbelsäule“ aus Calciumcarbonat repariert werden.

Es klingt wie Science Fiction, aber ein Team der University of Exeter (England) arbeitet daran, mit Bakterien ein Material zu entwickeln, durch das sich Korallenriffe wieder erholen können. Es geht dabei um „gefälltes Calciumcarbonat“. Normalerweise benötigt man für seine Herstellung hohe Temperaturen und es wird dabei Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, was schlecht für die Umwelt ist.

An diesem Punkt kommen die Bakterien (Bacillus subtilis) ins Spiel. Sie verursachen keinerlei Verunreinigungen der Natur. Im Gegenteil: Sie entnehmen sogar Kohlenstoff aus der Luft und schließen ihn in dem neu entstandenen Material ein. In einem 3D-Drucker lässt sich daraus dann z. B. eine Art Gerüst oder Skelett für beschädigte Korallen fertigen.

„Gefälltes Calciumcarbonat“ wird in vielen Dingen des Alltags verwendet. Zum Beispiel, beim Aufhellen von Papier oder um die Farben von Lidschatten heller/leuchtender zu machen. Es ist auch in Zahnpasta vorhanden und hilft in Form von Tabletten bei Sodbrennen. Durch die Bakterien könnten die negativen Auswirkungen auf das Klima bei der Herstellung von Produkten deutlich verringert werden.

Bevor die Gerüste nun aber erst mal an Korallenriffen eingesetzt werden, werden sie noch ausführlich getestet und geprüft.

Quelle: https://www.exeter.ac.uk

Korallen Korallen - Foto: Nina Milton/Shutterstock