ANZEIGE
  • Home
  • News
  • Tiere schließen Wetten ab: Energie gegen nützliche Infos

Tiere schließen Wetten ab: Energie gegen nützliche Infos

  • Tiere nehmen die Welt um sich herum mit ihren Sinnesorganen wahr.
  • Sie brauchen Energie, um ihre Sinnesorgane zu verwenden.
  • Sie setzen die Menge an Energie ein, die ihren Erwartungen an die zu erhaltende Information entspricht.

Der letzte Satz in der obigen Zusammenfassung klingt kompliziert, deshalb erklären wir ihn auch gleich. Für uns Menschen ist es normal, keine weitere Energie in etwas zu stecken, wenn wir schon wissen, dass es uns im Gegenzug gar nichts bringt.

Beispiel: Wieso sollten wir 30 Mal beim Nachbarn klingeln, wenn wir schon nach dem ersten Mal mitbekommen haben, dass er nicht da ist? Wir haben die Information bereits erhalten und können uns weiteres Klingeln sparen. Aber VOR dem ersten Klingeln ist das etwas anderes. Da haben wir noch keine Kenntnis darüber, ob der Nachbar da ist und gehen ein kleines Spielchen ein: Wir machen uns die Mühe, den Knopf zu drücken - ohne zu wissen, ob sich diese gelohnt hat. Das ist nur ein grober Vergleich, um das Thema grundsätzlich zu verstehen.

Ein Forscher-Team der Northwestern University (Illinois, USA) hat sich jedenfalls damit befasst, wie Tiere ihre Sinnesorgane verwenden, um ihre Umwelt wahrzunehmen. Dazu haben sie sich auf bestimmte Sinne konzentriert und das Verhalten von Messeraalen (Elektrosinn), ostamerikanischen Maulwürfen (Geruchssinn), Taubenschwänzchen (Sehsinn) und Amerikanische Großschaben (Geruchssinn) untersucht.

In ihrer Studie stellen die Forscher eine Theorie vor, nach der Tiere beim Einsatz ihrer Sinnesorgane eine Art Wette abschließen: „Wenn ich eine bestimmte Menge Energie einsetze, bekomme ich eine bestimmte Art oder Menge an Information“.

Das hat sogar einen Namen: „energy-constrained proportional betting“ (also etwa „Energie-limitiertes, dem Verhältnis entsprechendem Wetten“). Eine treffende Übersetzung ins Deutsche konnten wir nicht finden, Vorschläge nehmen wir gerne an.

Quelle: https://www.sciencedaily.com

Taubenschwänzchen Taubenschwänzchen - Foto: Silke/tierchenwelt.de