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Zitteraal

Steckbrief Zitteraal
Größe bis 2,5 m
Geschwindigkeit bis 8 km/h
Gewicht bis 20 kg
Lebensdauer 15-22 Jahre
Ernährung Fische, Amphibien
Feinde -
Lebensraum Südamerika
Ordnung Neuwelt-Messerfische
Familie Gymnotidae
Wissenschaftl. Name Electrophorus electricus
Merkmale langer Körper, kann Stromschläge verteilen

Zitteraale sind Raubfische mit einem zylindrischen (= walzenförmigen) Körper. Sie werden zwischen 100 und 250 cm lang und wiegen bis zu 20 kg. Ihr Rücken ist grau-braun und ihr Bauch oft gelb oder orange gefärbt. Das besondere Merkmal von Zitteraalen ist, dass sie Stromstöße erzeugen können und auf diese Weise Beutetiere betäuben.

Ist der Zitteraal wirklich ein Aal?

Auch wenn er so heißt: Der Zitteraal gehört in die Ordnung der Messerfische. Er wurde so bezeichnet, weil er einem Aal durch seine Körperform sehr ähnlich sieht. Bis zum Jahr 2019 gingen Forscher davon aus, dass es nur eine einzige Art Zitteraal gäbe. Doch mittlerweile weiß man, dass es mindestens noch zwei weitere Arten gibt (Electrophorus voltai und varii).

Zitteraale erzeugen elektrische Stromstöße

Bislang ging man davon aus, dass Zitteraale „nur“ 550 bis 650 Volt schaffen. Doch der Zitteraal Electrophorus voltai kann bis zu 860 Volt erzeugen. Das ist die stärkste elektrische Entladung, zu der ein Tier auf dieser Erde fähig ist. Er ist der „elektrischste“ Fisch der Welt.

Wozu brauchen Zitteraale Strom?

Zitteraale benötigen den Strom sicherlich nicht, um im trüben Gewässern des Amazonas oder Orinocos eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Das würde ihm auch wenig helfen, denn seine Augen sind nicht besonders gut ausgebildet. Dennoch sieht der Zitteraal mit Hilfe der elektrischen Signale. Um sich zurecht zu finden, sendet er in regelmäßigen Abständen elektrische Signale von etwa 10 Volt aus und baut damit ein elektrisches Feld auf. Sobald ein Beutefisch nun hindurch schwimmt, verändert dieser es. Der Beutefisch bemerkt davon nichts, aber für den Zitteraal ist es, als würden Alarmglocken läuten.

Zitteraal Zitteraal - Foto: Vladimir Wrangel/Shutterstock

Wie erzeugen Zitteraale Strom?

Zitteraale haben bis zu 6.000 Elektrozyten. Das sind abgewandelte, längliche, übereinander liegende Muskelzellen. Gibt der Zitteraal von seinem Gehirn aus den Befehl „Spannung aufbauen“, werden hintereinander alle 6.000 dieser elektrischen Zellen aktiviert und geben – jede für sich – niedrige Spannungen ab. Von Zelle zu Zelle wächst nun die Gesamtspannung an und beträgt am Schluss über 600 Volt. Damit der Strom fließen kann, muss es zwei unterschiedlich geladene Pole geben. Am Kopf des Zitteraals befindet sich der positive Pol und am Schwanzende der negative Pol.

Zitteraal Zitteraal - Foto: kudla/Shutterstock

Zitteraale schaffen 150 Stromstöße pro Stunde

Ein Stromstoß dauert in der Regel nur wenige Millisekunden. Der Zitteraal ist dafür aber recht ausdauernd: In einer Stunde kann er bis zu 150 Stromstöße verteilen.

Sind Zitteraale gefährlich?

Nicht nur für seine Beute, sondern auch für den Menschen können Zitteraale sehr gefährlich werden. Zum Glück ist der Zitteraal nicht aggressiv und der Stromstoß selbst in den seltensten Fällen die Ursache für einen tödlichen Unfall. Er kann allerdings zu Muskelverkrampfungen bzw. Herz- und Atemstillstand führen, der Menschen sogar im flachen Wasser ertrinken lässt.

Zitteraal Zitteraal - Foto: Vladimir Wrangel/Shutterstock

Einzelgänger oder Gruppentier?

Im Jahr 2021 fanden Forscher heraus, dass der Zitteraal Electrophorus voltai in Gruppen jagt. Das ist sehr ungewöhnlich, denn Zitteraale leben eigentlich als Einzelgänger. Sie bilden Gruppen von bis zu zehn Tieren und machen gemeinsam Jagd auf kleine Beutefische. Wenn sie sich gleichzeitig entladen, können sie theoretisch 8.600 Volt Spannung aufbauen.

Wie lange lebt ein Zitteraal?

In Gefangenschaft wurden männliche Zitteraale zwischen 10 und 15 Jahre alt, die weiblichen Zitteraale zwischen 12 und 22 Jahre.

Zitteraal Zitteraal - Foto: Bigone/Shutterstock

Hinweis: Auf unserer Webseite werden Tiere für Kinder erklärt. Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage zum Lernen, für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden.