Alles über Karpfenartige
Keine Zähne? Kein Magen? Kein Problem! Karpfenfische kommen trotzdem bestens zurecht, denn sie haben einen Trick!
Was sind Karpfenartige?
Die Karpfenartigen bilden eine große Fischordnung, zu der zum Beispiel Karpfen und Barben gehören. Die meisten Arten leben im Süßwasser, also in Flüssen, Seen oder Teichen. Typisch ist, dass sie keine echten Zähne im Maul haben, sondern sogenannte Schlundzähne im Rachen. Sie ernähren sich von Pflanzen, manche auch von kleinen Tieren oder Algen.
Besondere Merkmale von Karpfenartigen
1. Sie haben keine Zähne
Karpfenartige Fische haben an ihrem Mund sogenannte Barteln – kleine, weiche Fortsätze. Sie sind wie Fühler und helfen ihnen, Nahrung im trüben Wasser zu ertasten und vom Boden aufzusammeln. Sie haben jedoch keine Zähne, um die Nahrung zu zerkleinern. Sie nutzen ihre Schlundzähne, um die Nahrung zu zerquetschen – sie funktionieren ganz ähnlich wie Mahlzähne.
2. Sie haben keinen Magen
Im Gegensatz zu den meisten anderen Fischen haben Karpfenartige keinen Magen. Die Nahrung gelangt direkt von der Speiseröhre in den langen Darm und wird dort ganz langsam verdaut. Welchen Vorteil hat das? Sie sind beweglicher, weil ihr Körper weniger Platz für die Verdauung benötigt. Dafür müssen sie jedoch sehr regelmäßig essen.
3. Sie leben in Süßwasser
Fast alle Karpfenartige leben in Süßwasser. Nur wenige Arten leben an Flussmündungen, wo Salz- und Süßwasser aufeinander treffen und es das sogenannte „Brackwasser“ gibt – ein Mix aus beiden Gewässern. Zu ihnen zählen der Europäische Aal und das Rotauge.
Stammbaum der Karpfenartigen
Spannende Fakten über Karpfenartige
- Es gibt 4.300 Arten von karpfenartigen Fischen.
- Es ist eine sehr artenreiche Gruppe.
- Am bekanntesten sind Karpfen, Goldfisch, Zebrabärbling, Kardinalfisch, Graskarpfen und Prachtschmerle.
- Karpfenartige leben in Süßwasser.
- Die meisten sind Allesfresser. Sie fressen Wirbellosen, Fischen und Pflanzen.
- Sie unterscheiden sich von vielen anderen Fischen, weil sie nur eine Rückenflosse haben.
- Karpfenartige (und Barschartige) haben keine „normalen“ Zähne. Auf den Kiemenbögen befinden sich sogenannte Schlundzähne. Sie helfen beim Zerquetschen der Nahrung.
- Der größte Karpfenartige ist die Riesenbarbe. Sie erreicht eine Körperlänge von 3 m und wiegt bis zu 300 kg.
- Der kleinste Karpfenartige ist Paedocypris progenetica. Er wird nur 7,9 mm lang.




















