Alles über Welsartige
Barteln statt Augen und Schleim statt Schuppen – Welse sind perfekt an ihren Lebensraum angepasst!
Was sind Welsartige?
Welsartige sind eine vielfältige Gruppe von Süß- und Brackwasserfischen. Sie zeichnen sich durch Barteln rund um das Maul aus, die ihnen beim Aufspüren von Nahrung helfen. Viele haben einen kräftigen, flexiblen Körper und eine glatte, oft schleimige Haut. Einige Arten besitzen Stacheln an Rücken- oder Brustflossen, die zur Verteidigung dienen. Welse kommen auf fast allen Kontinenten außer der Antarktis vor und besiedeln unterschiedlichste Lebensräume, von Flüssen bis zu Seen.
Besondere Merkmale von Welsen
1. Sie haben Barteln
Ein besonders auffälliges Merkmal bei allen Welsen sind die Barteln. Sie sehen aus wie kleine Tentakel und bestehen aus weichem Gewebe. Da Welse oft in trübem Wasser leben, können sie ihren Lebensraum nicht über ihren Sehsinn wahrnehmen, sondern müssen sich auf ihren Tastsinn verlassen. Die Barteln sind sehr empfindlich und versorgen die Welse mit allerlei Informationen über ihre Umgebung.
2. Sie haben keine Schuppen
Nanu? Fische ohne Schuppen? Ja, Welse haben stattdessen eine schleimige Haut. In ihrem Lebensraum gibt es viele scharfe Steine und enge Spalten. Der Schleim schützt ihre Haut vor Verletzungen. Außerdem wehrt er Parasiten und Bakterien ab.
3. Sie haben Stacheln
Bei den meisten Welsen sind Brust- und Rückenflossen durch harte Stacheln verstärkt. Sie sitzen direkt vor den eigentlichen Flossen und fallen kaum auf, weil sie nahtlos in die Flosse übergehen. Für Raubfische sind diese Stacheln ein echtes Hindernis – jeder Biss wird zum riskanten Unterfangen.
Stammbaum der Welsartigen
Spannende Fakten über Welsartige
- Es gibt etwa 4.000 Arten von Welsen.
- Welse leben hauptsächlich in Süßwasser, einige auch in Salzwasser.
- In Europa ist nur der Flusswels heimisch.
- Welse haben an ihrem Maul „Tasthaare“. Sie werden „Barteln“ genannt.
- Barteln sind fadenförmige Hautorgane, auf denen Geschmacksknospen sitzen.
- Welse sind Allesfresser. Sie ernähren sich von Pflanzen, Fischen, Wirbellosen, Insekten und Krebstieren.
- Der größte Wels ist der Mekong-Riesenwels. Er erreicht eine Länge von 3 m und kann bis zu 350 kg wiegen.
- Der kleinste Wels ist der Zwergpanzerwels. Er wird nur 19-25 mm lang.
- Die längste Wanderung eines Welses gelang einem Antennenwels (Brachyplatystoma rousseauxii). Er schwamm 11,600 km durch den Amazonas.
- Ein Wels mit einem besonders lustigen Namen ist der Bratpfannenwels.




















