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Rekord im Ozean: Buckelwale reisen einmal um die halbe Welt – weiter als wir jemals dachten!

  • Forscher haben entdeckt, dass Buckelwale zwischen Australien und Brasilien hin- und herwandern.
  • Die Tiere legten dabei eine gigantische Strecke von über 14.000 km quer durch die Meere zurück.
  • Mit Hilfe von Fotos konnten zwei Wale nach vielen Jahren am jeweils anderen Ende der Welt wiedererkannt werden.

Buckelwale wandern weite Strecken Buckelwale wandern weite Strecken - Foto: schusterbauer.com/stock.adobe.com

Die unglaubliche Reise der Buckelwale

Buckelwale sind dafür bekannt, jedes Jahr lange Strecken zu wandern. Normalerweise schwimmen sie im Sommer in kalte Gebiete voller Futter und im Winter in warme Gewässer, um dort ihre Babys zur Welt zu bringen. Dabei bleiben die verschiedenen Gruppen eigentlich immer in ihrer eigenen Region, zum Beispiel im Pazifik oder im Atlantik. Doch eine neue Entdeckung stellt dieses Wissen komplett auf den Kopf: Einige Wale wechseln anscheinend einfach die Seiten und schwimmen einmal um die halbe Welt!

Zwei Wale auf Abwegen

Für die Untersuchung haben Wissenschaftler fast 20.000 Fotos von Walen miteinander verglichen. Sie konnten die Tiere anhand ihrer Schwanzflosse auseinander halten, da sie so einzigartig ist wie ein menschlicher Fingerabdruck. Dabei machten sie einen sensationellen Fund: Zwei Wale wurden sowohl vor der Küste Ostraustraliens als auch vor Brasilien fotografiert. Zwischen den beiden Orten liegt eine unvorstellbare Entfernung von mindestens 14.200 km.

Warum verlassen die Riesen ihre Heimat?

Die Fachleute vermuten, dass Wale solche weiten Reisen eher selten machen. Die Fotos der beiden Abenteurer wurden nämlich im Abstand von 6 und 22 Jahren gemacht. Ein Grund für den „Tapetenwechsel“ könnte sein, dass sich die Wal-Bestände seit dem Verbot des kommerziellen Walfangs langsam wieder erholen. Wenn es mehr Wale gibt und sich gleichzeitig die Umwelt im Südpolarmeer verändert, suchen manche Tiere offenbar neue Wege und treffen auf fremde Gruppen.

Über die Studie Die Studie internationaler Walforscher und der Foto-Plattform „Happywhale“ wurden im Mai 2026 im Fachmagazin Royal Society Open Science veröffentlicht.

Ich finde es absolut faszinierend, wie wenig wir eigentlich noch über die Geheimnisse der Meere wissen. Gleichzeitig ist es unheimlich traurig, dass wir durch unseren Fischkonsum die wunderschönen Tiere gefährden – sie verfangen sich in Fischernetzen und ertrinken qualvoll.

Silke von tierchenwelt.de

Quellen:


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