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Neue Studie belegt, dass Fische rechnen können

  • Buntbarsche und Stachelrochen können rechnen.
  • Sie beherrschen das Addieren und Subtrahieren von Zahlen.
  • Wozu sie diese Fähigkeit benötigen, ist noch unbekannt.

Dass Fische Mengen schätzen können, ist seit 2008 belegt (siehe verlinkter Artikel weiter unten „Fische beherrschen Mathe“). Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass Fische Zahlen zusammenzählen (Addieren) und voneinander abziehen (Subtrahieren) können.

In einem Experiment zeigten sie Buntbarschen und Stachelrochen eine unterschiedliche Anzahl von geometrischen Formen. Zum Beispiel Kreise, Quadrate und Dreiecke. Dann wurden die Tiere darauf trainiert, deren Farben zu unterscheiden. Blau stand für „eins hinzuzählen“ und Gelb stand für „eins abziehen“.

Wenn die Fische beispielsweise eine Tafel mit drei blauen Formen sahen, sollten sie daraufhin zu der Tafel mit vier blauen Formen schwimmen (+1). Wenn sie drei gelbe Formen sahen, war die korrekte Lösung die Tafel mit zwei gelben Formen (-1).

Die Fische meisterten die Aufgabe selbst dann, wenn sie eine Zahlenmenge vorher noch nicht gesehen hatten. Allerdings klappte das nur bis zu einer Menge von höchstens fünf Formen.

Es erfordert eine hohe Denkleistung, gleichzeitig verschiedene Formen zu erkennen, Mengen zu zählen, alles im Gedächtnis zu behalten und auch noch Farben als mathematische Rechenregel zu verstehen. Allein das ist schon erstaunlich. Hinzu kommt, dass sie im Gegensatz zu uns keine Großhirnrinde besitzen – die für das Wahrnehmen, Denken und Erinnern zuständig ist. Rätselhaft bleibt, warum diese Fische rechnen können, denn in ihrem Lebensraum benötigen sie diese Fähigkeiten nicht.

Mit dem Ergebnis möchten die Forscher auch darauf aufmerksam machen, wie sehr wir Tiere immer noch unterschätzen.

Die Studie der Universität Bonn ist im April 2022 im Magazin Magazin Scientific Reports erschienen.

Quelle: https://www.uni-bonn.de

Stachelrochen und Buntbarsch © Foto: Prof. Dr. Vera Schlüssel/Uni Bonn

Testaufgabe © Foto: Esther Schmidt

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