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Zebramangusten lösen das Problem der Ungleichheit

  • Zebramangusten gebären ihren Nachwuchs zur selben Zeit.
  • Daher wissen die Muttertiere nicht, welche Babys die eigenen sind.
  • Sie kümmern sich alle gleichermaßen um ihre Nachkommen.

Zebramangusten sind kleine Raubtiere, die in Afrika leben und eng mit den Erdmännchen verwandt sind. Innerhalb einer Gruppe bringen alle weiblichen Tiere ihre Jungen in derselben Nacht zur Welt.

In einem Experiment haben Wissenschaftler innerhalb einer Gruppe einigen weiblichen Zebramangusten zusätzliches Futter gegeben. Diese waren dadurch besser genährt und brachten Welpen mit einem höheren Geburtsgewicht zur Welt.

Nach der Geburt kümmerten sich die gut genährten Mütter aber nicht vorzugsweise um ihre eigenen Babys – weil sie nicht wussten, welche das sind. Sie gaben vor allem denen mehr Zuwendung und Futter, die schwach und bedürftig waren. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise kümmern sich Tiere vorrangig um ihren eigenen Nachwuchs.

Nach einiger Zeit waren die Größen- und Gewichtsunterschiede nicht mehr erkennbar und alle Nachkommen hatten die gleiche Chance zu Überleben. Die Zebramangusten haben es durch ihre ungewöhnliche Strategie, Nachwuchs zu bekommen, geschafft, eine faire Gesellschaft zu entwickeln.

Die Studie der University of Exeter und University of Cambridge (England) wurde im Juni 2021 im Magazin Nature Communications veröffentlicht.

Quelle: https://www.exeter.ac.uk

ZebramangustenZebramangusten - Foto: Mathias Appel [CC0], via Wikimedia Commons