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Kraken ändern ihre RNA, um sich der Umgebung anzupassen

  • Die RNA „baut“ aus den Informationen des Erbgutes Proteine.
  • Kraken, Kalmare und Sepien bearbeiten 60 % ihrer RNA.
  • Sie nutzen das, um sich ihrer Umgebung anzupassen.

Kraken sind nicht nur als Ausbruchskünstler bekannt, sondern benutzen auch Werkzeug und verteidigen sich z. B. mit Kokosnüssen. Es gibt sogar eine lustige Geschichte von einem Kraken, der gelernt hat, Menschen zu fotografieren.

Als wäre das nicht genug, fanden Genetiker etwas noch erstaunlicheres heraus: Kraken, Kalmare und Sepien bearbeiten ihre eigene RNA. Das nennt sich RNA-“Editing“. Die RNA setzt die „Anweisungen“ der DNA (= Erbgut) um und baut auf Basis ihrer Informationen Proteine. Diese braucht der Körper, um zu funktionieren. Die DNA ist wie das Rezept und die RNA ist wie der Koch.

Normalerweise entwickeln sich Tiere über Generationen hinweg durch Veränderung der DNA (= Erbgut). Bei Kraken, Kalmaren und Sepien ist das aber anders. Sie verändern bis zu 60 % der RNA ihres Nervensystems. Auf die Weise verändern und optimieren sie das Ergebnis, aber nicht ihr Erbgut selbst. Das „Rezept“ bleibt gleich, nur das fertige Gericht hat andere Zutaten.

Genetiker vermuten, dass die Tiere sich durch diese Fähigkeit den Temperaturen im Meer anpassen und ob sie dazu geführt hat, dass ihr Gehirn so außergewöhnlich entwickelt ist:

Quelle: https://www.sciencealert.com/, https://www.sciencedaily.com/

Tintenfisch Tintenfisch - Foto: feathercollector/Shutterstock