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Hummeln helfen, die Technologie von Flugdrohnen zu verbessern

  • Hummeln sind sich ihrer Körpergröße und Flügelspannweite bewusst.
  • Sie setzen diese in Bezug zu ihrer Umgebung.
  • So können sie Zusammenstöße mit anderen Tieren oder Dingen vermeiden.

Wenn ein Mensch vor einer Tür steht, kann sein Gehirn in Sekundenschnelle auswerten, ob diese ausreichend breit oder zu schmal für ihn ist. Das gelingt, weil sich der Mensch darüber bewusst ist, wie breit oder schmal sein eigener Körper ist. Aber wie ist das bei Hummeln, was machen sie, wenn sie durch eine schmale Öffnung fliegen wollen? Sie besitzen ein viel kleineres Gehirn und da stellt sich die Frage, ob sie zu solchen Denkleistungen ebenfalls in der Lage sind.

Forscher haben nun durch Experimente herausgefunden: Hummeln berücksichtigen ihre Flügelspannweite und ihre Bewegungsmöglichkeiten, wenn sie durch enge Räume fliegen. Für ein Experiment wurden einige Exemplare trainiert, durch einen Tunnel zu fliegen. In diesen wurde dann eine Wand eingefügt, die Öffnungen unterschiedlicher Größe hatte. Die pelzigen Insekten flogen hindurch, ohne anzustoßen. Sogar diejenigen, die eine viel größere Flügelspannweite hatten, schafften diese Aufgabe mühelos.

Ihr Trick: Sie drehten sich etwas zur Seite. Warum? Eine Hummel, die geradeaus fliegt und dabei ihre Flügel ausgebreitet hat, besitzt eine Gesamtbreite von bis zu 34 mm. Wenn sie sich aber zur Seite dreht, ist sie nur etwa bis zu 21 mm breit. Die Tiere im Experiment brauchten also nur den Flugwinkel zu ändern bzw. den Körper etwas zu drehen, um durch die Öffnungen zu gelangen. Manche flogen sogar komplett seitlich hindurch.

Diese Erkenntnis ist für die Forscher sehr interessant, denn sie kann helfen, die Technologie mit der sich Drohnen und autonome Fahrzeuge fortbewegen, zu verbessern.

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Quelle: https://www.phys.org

Hummeln Hummeln - Foto: TOM KAROLA/Shutterstock