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Iberischer Luchs vor dem Aussterben gerettet

  • Im Jahr 2002 gab es nur noch 94 Iberische Luchse.
  • Bis 2014 war die Art „vom Aussterben bedroht“.
  • Durch Tierschutzmaßnahmen stieg die Zahl wieder auf 855 Tiere.

Wenn es weniger als 100 Tiere einer Art gibt, scheint jede Hoffnung verloren, dass sich diese wieder vermehren kann. Dabei war der Iberische Luchs (eigentlich "Pardelluchs") in seinem Lebensraum in Spanien und Portugal zu Beginn des 20. Jahrhunderts keineswegs bedroht.

Durch Wilderei und Jagd, die Zerstückelung seines Lebensraumes, den Rückgang des Wildkaninchens (seine bevorzugte Beute) und Krankheiten ging die Zahl der Tiere jedoch stark zurück und lag im Jahr 2002 nur noch bei 94 Tieren.

Glücklicherweise wurden umfangreiche Tierschutzmaßnahmen ergriffen, um sie zu retten. So wurde zum Beispiel ihr Lebensraum durch Zäune gesichert, Wildkaninchen darin angesiedelt, oder auch Luchse umgesiedelt und aus Zuchtprogrammen in die freie Natur ausgewildert.

Die Zahl der Pardelluchse liegt dank dieser Programme im Jahr 2020 wieder bei 855 Tieren. Die Tierart wird daher nur noch als „stark gefährdet“ gelistet. Wenn die Tierschutzprogramme weiterhin erfolgreich sind, rechnen die Experten damit, dass der Pardelluchs im Jahr 2040 sogar gar nicht mehr gefährdet sein könnte.

Über Luchse

Es gibt vier Arten von Luchsen: den eurasischen Luchs, den kanadischen Luchs, den Rotluchs und den Pardelluchs. Luchse zählen zu den Katzen. Besondere Merkmale sind die Pinselohren, der Backenbart und die großen, felligen Pfoten. Luchse sind sehr scheu und halten sich von Menschen fern.

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Quelle: https://www.theguardian.com

Pardelluchs Pardelluchs - Foto: tony mills/Shutterstock