Anzeige
Anzeige
Zum Artikel nach unten scrollen

Rekorde: Die schnellsten Landtiere

mexikanischer gabelbock kleinWie schnell sind Landtiere? Es gibt zahlreiche Rekorde und Fakten zum Thema Geschwindigkeit im Tierreich.

Vögel sind die ungeschlagenen Meister in Sachen Geschwindigkeit. Aber es gibt auch Landtiere, die bemerkenswerte Rekorde aufgestellt haben. So flitzt der Gepard beispielsweise mit unglaublichen 90-120 km/h durch die Savanne und das rote Riesenkänguru hüpft mit bis zu 88 km/h über den australischen Kontinent. Nach der Liste mit den Rekorden liest du noch einige wissenswerte Infos zum Thema Geschwindigkeit, Kurzstrecke/Langstrecke etc.

Foto: Dennis Donohue/Shutterstock

TierOrdnungGeschwindigkeit
Gepard Raubtier 90-120 km/h
Mexik. Gabelbock Huftier 88 km/h
Springbock Huftier 88 km/h
Thomson-Gazelle Huftier 80-96 km/h
Hirschziegenantilope Huftier 80 km/h
American Quarter Horse Huftier 70-80 km/h
Gnu Huftier 70-80 km/h
Feldhase Hasenartige 70 km/h
Strauß Laufvogel 70km/h
Windhund Raubtier 70 km/h
Greyhound Raubtier 65-70km/h
Afrikanischer Wildhund Raubtier 65-70 km/h
Koyote Raubtier 69 km/h
Känguru Diprotodontia 64 km/h
Elch Huftier 60 km/h
Löwe Raubtier 55-60 km/h
Nashorn Huftier 45-50 km/h
Eisbär Raubtier 40 km/h
Afrikanischer Elefant Rüsseltier 40 km/h
Flusspferd Huftier 30-40 km/h
Schwarzleguan Reptil 34,9
Sandlaufkäfer Käfer 9 km/h
Kakerlake Insekt 5,4 km/h
Kurzstrecke und Langstrecke

Alle hier genannten Höchstgeschwindigkeiten gelten für kurze Strecken, z. B. auf der Jagd oder auf der Flucht. Die Tiere verbrauchen dabei so viel Energie, dass sie das Tempo nicht dauerhaft beibehalten können. Nur der mexikanische Gabelbock schafft es tatsächlich, bis zu 88 km/h auf einer längeren Strecke durchzuhalten.

An Land ist nicht dasselbe wie im Wasser

Viele Tiere leben nicht ausschließlich an Land, sondern bewegen sich auch im Wasser – und erreichen dabei völlig unterschiedliche Geschwindigkeiten. Der Eisbär ist z. B. an Land wesentlich schneller als im Wasser. Während er dort nur maximal 10 km/h schwimmt (dafür aber ausdauernd und lange), sprintet er an Land mit stolzen 40 km/h. Umgekehrt: Der Eselspinguin schwimmt unter Wasser mit 36 km/h, watschelt aber an Land nur maximal 3-4 km/h. Die Tiere haben sich an ihre Lebensräume also jeweils angepasst.

Und wie schnell ist der Mensch?

Der schnellste Mensch ist derzeit der jamaikanische Sprinter Usain Bolt, der 2009 auf einer Strecke von 100 m einen Weltrekord von 9,58 Sekunden aufstellte. Umgerechnet sind das 37,57 km/h.  Auf der Flucht vor einem Elefantane, einem Flusspferd oder einem Nashorn hätte selbst er keine Chance.

Geschwindigkeit im Vergleich zur Größe

10-20 km/h kommen uns Menschen nicht schnell vor. 10 km/h erreichen ein trainierter Jogger und 20 km/h schaffen wir locker beim Fahrradfahren. Sehen wir uns im Vergleich eine Maus an: Sie kann flotte 13 km/h laufen, wenn sie mächtig Gas gibt. Jedoch ist sie keine 1,80 m groß, sondern nur 7-11 cm.

Der Rekord

Lange hielt der Sandlaufkäfer den Geschwindigkeitsrekord im Vergleich zu seiner Größe und seinem Gewicht. Obwohl er maximal 70 mm groß wird und wenige Gramm wiegt, rennt er mit 9 km/h über den Sand. Umgerechnet müsste ein Mensch wahnsinnige 770 km/h schnell laufen! Man fand jedoch heraus, dass es ein Tier gibt, das noch flinker ist. Ein winzig kleines: eine Milbe mit dem wissenschaftlichen Namen Paratarsotomus macropalpis. Ein Mensch mit seinem Tempo wäre umgerechnet über 2.000 km/h schnell.

Mexikanischer Gabelbock

mexikanischer gabelbock
Foto: Dennis Donohue/Shutterstock