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Gepard

Steckbrief Gepard
Größe bis 1,5 m (Körper), bis 70 cm (Schwanz)
Geschwindigkeit bis 120 km/h
Gewicht bis 60 kg
Lebensdauer 10-15 Jahre
Ernährung Huftiere (z. B. Gazellen), Tiere unter 60 kg
Feinde Löwen, Adler
Lebensraum Afrika
Ordnung Raubtiere
Familie Katzen
Wissenschaftl. Name Acinonyx jubatus
Merkmale schnellstes Landtier
Autor L.R.Geschwindigkeitsrekord

Bekanntlich sind Geparden die schnellsten Landtiere der Welt. Aber wie sieht es damit aus, wenn man den Sprint eines Geparden mit dem des aktuell schnellsten Menschen der Welt, dem Jamaikaner Usain Bolt, vergleicht? Bolt rennt 100 m in 9,58 Sekunden, das ist Rekord. Ein Gepard sprintete in den USA auf einem speziellen Parcours auch 100 m. Nach sagenhaften 6,13 Sekunden kam die Gepardendame im Ziel an. Deutlich früher als der jamaikanische Star.

Jagdtechnik

Wenn der Gepard ein potenzielles Opfer, zum Beispiel eine Antilope, sichtet, pirscht er sich auf circa 100 Meter an das Opfer heran. Durch seine flexible Wirbelsäule erreicht der Gepard eine Schrittlänge von bis zu sieben Metern. Dann rennt der Gepard los und beschleunigt blitzschnell. Der Überraschungseffekt verschafft ihm dabei kostbare Zeit, denn hat er die Beute nach ungefähr 400 m immer noch nicht erreicht, muss er aufgeben. Erreicht er sie aber, läuft er in die Beine der Beute, die dann stolpert und stürzt. Nun drückt der Gepard mit seinem Gebiss die Kehle des Opfers zu, so dass es erstickt. Dann ruht er sich aus, denn durch den schnellen Sprint könnten sonst seine Muskeln überhitzen. Allerdings muss er sich danach mit dem Fressen beeilen, denn er kann sich gegen Futterneider wie Hyänen nicht verteidigen (siehe: Durch und durch "der Renner").

Durch und durch "der Renner"

Der Gepard ist durch und durch für das Sprinten geschaffen. Zum Beispiel hat er lange, schlanke Beine, auch sein Körper ist sehr schlank gebaut, und eine flexible Wirbelsäule, die ihm große Schrittlängen ermöglicht. Auch sind seine Nasenhöhlen verbreitert, wofür er allerdings Raum für das Gebiss verliert, welches im Vergleich zu anderen Katzenarten verkleinert und relativ schwach ist.  Ebenso sind Bronchen, Nebennieren und Lungen stark vergrößert.

Gefährdet

Es gibt noch ungefähr 2.400 Geparden in 25 afrikanischen Ländern. Davon etwa 2.500 in Namibia, was dadurch die größte  Individuenzahl bildet. Der Gepard ist auf der roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) als gefährdet eingestuft.

Fortpflanzung

Mit drei Jahren sind Geparde bereits geschlechtsreif, die Tragzeit beträgt 95 Tage. Die durchschnittliche Wurfgröße sind ein bis drei Junge, die in einem Bau geboren werden. Dort bleiben sie acht Wochen. Das ist wichtig für die Sicherheit der Jungtiere, denn das Muttertier ist relativ unfähig, den Nachwuchs zu verteidigen. Auf dem Rücken der kleinen Geparden wachsen silbrige Haare, die sie nach etwa drei Wochen schon wieder verlieren. In ihren ersten Jahren sind die Jungtiere gefährdet, da viele von Raubtieren gefressen werden.

Dieser Steckbrief stammt von tierchenwelt-Fan L.R.
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