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Jaguar

Steckbrief Jaguar
Größe 112-185 cm (Körperlänge)
Geschwindigkeit 60-80 km/h (Kurzstrecke)
Gewicht 36-158 kg
Lebensdauer 10-22 Jahre
Ernährung Hirsche, Pekaris, Tapire, Pakas, Rinder, Fische, Schildkröten
Feinde -
Lebensraum Süd- und Mittelamerika; Regenwald
Ordnung Raubtiere
Familie Katzen
Wissenschaftl. Name Panthera onca
Merkmale muskulöse, kurze Beine; manchmal schwarzes Fell

Fansteckbrief Sarah R.Der Jaguar ist die größte Raubkatze Amerikas. Weltweit gesehen ist er die drittgrößte Raubkatze - nach Löwe und Tiger. Er ist ein Einzelgänger, der nachts auf die Jagd geht und im Gegensatz zu anderen Raubkatzen sehr gerne schwimmt und meist in der Nähe von Flüssen und andern Gewässern lebt.

Das Fellmuster des Jaguars

Das Fell des Jaguars ist mit vielen schwarzen und auch dunkelbraunen Ringflecken versehen, die manchmal einen oder auch mehrere Punkte in der Mitte haben. Jaguar und Leopard sehen sich sehr ähnlich, du kannst sie aber mit folgender Merkregel leicht unterscheiden: Der Leopard hat die Buchstaben O und P in seinem Namen, für "Ohne Punkte".

Der Jaguar hat "Zähne aus Stahl"

Der Jaguar hat das stärkste Gebiss aller Katzen. Er kann sogar Schildkrötenpanzer problemlos aufknacken.

Jaguar Jaguar - Foto: Mikadun/Shutterstock

Schwarzer Panther oder Jaguar?

Normalerweise ist der Jaguar goldgelb gefärbt. Viele Jaguare weisen aber auch eine schwarze Fellfärbung auf. Häufig werden sie dann als „schwarze Panther“ bezeichnet. Der schwarze Panther ist allerdings keine eigene Art, sondern steht für einen Jaguar oder einen Leopard mit schwarzem Fell.

Gefährdung

Von der IUCN wird der Jaguar als „Gering gefährdet“ eingestuft. Die IUCN ist eine internationale Organisation, die sich für den Natur- und Artenschutz einsetzt.

Sie erstellt zum Beispiel auch die „rote Liste gefährdeter Arten“. Der Jaguar ist deshalb gefährdet, weil der Regenwald immer weiter zerstört und damit sein Lebensraum immer kleiner wird. Außerdem wird er wegen seines Fells gejagt.

Jaguar Jaguar - Foto: nwdph/Shutterstock

Fortpflanzung

Jaguar-Babys kommen nach etwa 100 Tagen Tragezeit zur Welt. Normalerweise sind es 1-4 Jungtiere, die ca. 700-900 g wiegen. Nach gut zwei Wochen öffnen sie ihre Augen und bleiben für 1-2 Jahre bei ihren Eltern.

Dieser Steckbrief stammt von tierchenwelt-Fan Sarah R. Vielen Dank für den tollen Artikel! Willst du auch einen Fan-Steckbrief schreiben?

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Der Jaguar gehört zu den „Big Four“

Jaguare, Löwen, Tiger und Leoparden sind die einzigen Raubkatzen, die brüllen können. Man nennt sie daher die „Big Four“ (die „großen Vier“).

Wie Jaguare jagen

Löwen und Geparden jagen tagsüber und rennen dabei ihrer Beute hinterher. Jaguare dagegen gehen in der Nacht auf Beutefang, indem sie sich anschleichen und dann überraschend zuschlagen. Wie jede Raubkatze hat auch er eine besondere Taktik. Während der Löwe seine Beute eher mit der Pfote erstickt und der Tiger in den Nacken beißt, hat es der Jaguar auf den Hinterkopf abgesehen.

Jaguar Schwarzer Jaguar = Panther - Foto: Matt Gibson/Shutterstock

Jaguare mögen Wasser

Die meisten Raubkatzen bleiben lieber an Land, z. B. Löwen, Leoparden und Geparde. Der Jaguar und der Tiger aber lieben Wasser. Sie schwimmen regelmäßig, um sich abzukühlen oder auf Beutejagd zu gehen.

Jaguare werden zudem immer wieder dabei beobachtet, wie sie mit ihrem Schwanz „fischen“. Sie tauchen ihn kurz ins Wasser oder streifen mit ihm über die Wasseroberfläche. Das lockt hungrige Fische an.

Vor einem Jaguar fliehen

Wer vor einem Jaguar fliehen will, hat es nicht leicht. Das Wasser bietet keinen Schutz. Obwohl er recht schwer und massig ist, kann die Katze außerdem auf Bäume klettern.

In der Regel hat es der Jaguar aber nicht auf Menschen abgesehen. Er greift nur dann an, wenn er sich in die Enge getrieben und bedroht fühlt. Es ist eher anders herum: Der Mensch ist eine viel größere, tödlichere Bedrohung für den Jaguar.

25 kg bei einer Mahlzeit

Jaguare können bis zu 25 kg auf einmal verschlingen. Zum Vergleich: Ein erwachsener Mensch isst bei einer Mahlzeit im Durchschnitt 400-500 g.

Wenn man viel Hunger hat, geht natürlich auch mehr. Molly Schuyler aus Nebraska (USA) stellte 2014 einen Weltrekord im Steak-Essen auf: In knapp 3 min. verdrückte sie ein 2 kg schweres Steak. Das ist dennoch weit entfernt von 25 kg. 

Jaguar Jaguar - Foto: Justin Black/Shutterstock

Der Jaguar als Gottheit

Die Maya verehrten einen Gott namens Tezcatlipoca. Er trug ein Jaguar-Gewand und war der Gott des Nachthimmels, des Nordens, des Krieges, der Schönheit und vielen weiteren Dingen.

Auch bei den Azteken war der Jaguar ein besonderes Tier. Besonders gut ausgebildete Krieger hießen bei ihnen „Jaguarkrieger“. Sie trugen aufwändigen Schmuck und besondere Kleidung. Das indianische Wort für Jaguar „yaguar“ bedeutet übrigens so viel wie „Räuber, der seine Beute mit einem einzigen Sprung erlegt“.