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Waschbär

Steckbrief Waschbär

Waschbär Waschbär - Foto: Lorri Carter/Shutterstock

Größe bis 60 cm
Geschwindigkeit bis 24 km/h
Gewicht 3,6 bis 9 kg
Lebensdauer 12-16 Jahre
Ernährung Allesfresser
Feinde Füchse, Wölfe, Berglöwen
Lebensraum Amerika, Europa
Ordnung Raubtiere
Familie Kleinbären
Wissenschaftl. Name Procyon lotor
Merkmale kleiner Bär mit schwarzen Streifen über den Augen
Mieez, mieez, mieez!

Waschbären geben eine Vielzahl unterschiedlicher Geräusche von sich. Mal schnurren sie wie Katzen, dann wird gefaucht, gepfiffen und geknurrt. Sie brummen, zischen, kreischen – und wiehern auch!

Waschbären sind Fingerakrobaten

Hunde halten mit ihren Pfoten Knochen fest im Griff. Katzen dagegen sind schon etwas geschickter. Sie fangen mit ihrem „Krallenwerkzeug“ kleine Tiere. Oder bedienen mit ihren Pfoten auch schon mal Türklinken. Das ist aber auch fast schon alles. Waschbären dagegen sind so fingerfertig, dass sie Knoten im Schnürsenkel lösen, Käfige öffnen, Cent-Stücke aus einer Hemdtasche mopsen oder sogar Muttern von Schrauben drehen. Vor Waschbären ist nichts und niemand sicher!

Waschbär Waschbär - Foto: luchschen/Shutterstock

Der Waschbär-Mond

Viele Geschichten drehten sich bei den Indianern um Waschbären. Aufgrund der schwarzen „Maske“ glaubten sie, der kleine Bär habe magische Kräfte. Die Sioux nennen den Mond im Februar sogar „Waschbär-Mond“.

Waschbär-Dickerchen

Bevor im Winter die eisige Kälte einsetzt, wird gefressen, was das Zeug hält. Futterluke auf und rein damit, egal, was es ist! Waschbären nehmen bis zu 50 % an Körpergewicht zu. Naja, man weiß ja nie, wann man hungern muss! Der dickste Waschbär, der je gewogen wurde, brachte stolze 28,4 kg auf die Waage. Also so schwer wie etwa acht Kater auf einmal. Wohlgemerkt: Ein Waschbär ist aber nur so groß wie ein (!) Kater.

Waschbär Waschbär - Foto: Lorri Carter/Shutterstock

Was waschen Waschbären?

Das ist schon fast ein Zungenbrecher und, genauso wie die meisten Zungenbrecher, beinhalten sie Blödsinn. Lange glaubte man, dass Waschbären ihre Nahrung waschen oder in Wasser tränken, wenn sie ihnen zu trocken ist. Tatsächlich kann man in Zoos Waschbären beobachten, die das tun. Sie machen das jedoch nur, wenn sie durch nicht argerechte Haltung Langeweile entwickeln. Was aber stimmt, ist, dass Waschbären ihre Nahrung und alles, was ihnen so unter die Finger kommt, genauestens untersuchen. Dabei drehen und wenden sie die Gegenstände und es sieht so aus, als würden sie sie waschen.

Der Waschbär sieht mit den Pfoten

Bei den Ureinwohnern Amerikas hieß der Waschbär Arakun, was so viel bedeutet wie „Der mit seinen Händen kratzt.“ Und tatsächlich sind seine Hände bzw. der Tastsinn der wichtigste Sinn für ihn. Zwei Drittel seiner Welt nimmt der Waschbär über seine Pfoten wahr.

Waschbär Waschbär - Foto: Christian Colista/Shutterstock

Clevere kleine Gauner

Waschbären sind bekannt für ihr gutes Gedächtnis, ihre große Anpassungsfähigkeit und hohe Lerngeschwindigkeit. Verhaltensforscher H. B. Davis knöpfte sich die Waschbären vor und ließ sie komplexe Schlösser öffnen. Dabei haben sie ebenso gut abgeschlossen wie Rhesus-Affen. 11 von 13 dieser Schlösser öffneten sie in weniger als 10 Versuchen. Wenn sie einmal etwas begriffen haben, vergessen Waschbären die Lösung für ein Problem auch nicht so schnell. Bis zu drei Jahre können sie Infos in ihrem Hinterstübchen behalten.

Woher kommt der Waschbär?

Die Heimat des Waschbären liegt eigentlich in Mittel- und Nordamerika. Von dort aus kam er mit dem Schiff nach Europa. Am 12. April 1934 wurde Waschbär-Geschichte geschrieben: Forstmeister Wilhelm Freiherr Sittich von Berlepsch (was für ein Name!) setzte am hessischen Edersee vier Waschbären aus, um die heimische Fauna zu bereichern. Es hat geklappt: Mittlerweile ist eine 6-stellige Zahl daraus geworden ...

Waschbär Waschbär - Foto: Songquan Deng/Shutterstock

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