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Infos über die Tierklasse Wirbellose

"Wirbellose" sind Tiere ohne Wirbelsäule. Zu ihnen gehören im Großen und Ganzen:

alle Weichtiere (z. B. Schnecken, Muscheln und Tintenfische),
Stachelhäuter (z. B. Seesterne),
Krebstiere,
Schwämme und
Würmer

Außerden zählen zu ihnen die Insekten und Spinnentiere, denen wir auf tierchenwelt.de eine extra Kategorie gegönnt haben. Die meisten Tiere sind Wirbellose – nur etwa 4 % aller Lebewesen sind Wirbeltiere, also SäugetiereVögel, Amphibien und Reptilien, Fische und Insekten und Spinnentiere.

Wir informieren dich auf dieser Seite über Weichtiere, Stachelhäuter und Krebstiere. Schwämme und Würmer folgen.

1. Weichtiere

  • Weichtiere sind wirbellose Tiere.
  • Viele Weichtiere haben eine Muschel.
  • Alle Weichtiere haben eine Raspelzunge.

Tintenfisch Tintenfisch - Foto: JonMilnes/Shutterstock

Wenn man sich auf die Suche nach der Anzahl der Weichtierarten begibt, findet man sehr unterschiedliche Angaben. Fakt ist: Es kommen quasi täglich neue Arten hinzu und es gibt unzählige Arten, die noch nicht entdeckt worden sind. Die Zahlenangaben sind also nur grobe Schätzwerte.

Wie unterscheidet man Weichtiere von anderen Tierarten?

Was Wirbellose im Gegensatz zu anderen Tierarten fast alle gemeinsam haben, ist die Raspelzunge. Mit ihr raspeln, zerkleinern und nehmen die Tiere Nahrung auf. Weichtiere haben kein Skelett. Ihr Körper besteht hauptsächlich aus weichem Fleisch, das von Muskeln und Haut (dem so genannten "Mantel") zusammengehalten wird. Nicht alle haben außen eine harte Muschel aus Kalk, z. B. Tintenfische. Auch Schnecken kriechen nicht immer mit einem Haus umher, z. B. Nacktschnecken.

Wo leben Weichtiere?

Weichtiere leben meist im Wasser, ein paar wenige auch an Land (Schnecken).

Wie bewegen sich Weichtiere fort?

Sie kriechen, schwimmen oder laufen.

Was fressen Weichtiere?

Weichtiere ernähren sich von Plankton, Algen oder Flechten. Je nach Art fressen sie auch andere Weichtiere, Krebse oder Fisch.

Wie pflanzen sich Weichtiere fort?

Weichtiere legen meistens Eier, aus denen Larven schlüpfen.

Fun-Fact: Die Muschel am Ohr

Wenn wir eine spiralförmige Muschel ans Ohr halten, meinen wir, Meeresrauschen zu hören. Wieso? Die Form der Muschel oder des Schneckenhauses verstärkt jedes Geräusch in der näheren Umgebung, und sei es noch so leise. Kleine Gehäuse klingen übrigens anders als große.

Artenvielfalt

Wer hätte gedacht, dass Seeigel wichtig für die Natur sind? Tatsache. Weil sie Algen fressen, verhindern sie, dass sich diese zu stark ausbreiten und helfen, eine gesunde, heile Unterwasserlandschaft zu bewahren. Mehr zum Thema biologische Vielfalt.

Biologische Vielfalt Biologische Vielfalt - Foto-Collage: l i g h t p o e t (Äffchen), Mircea BEZERGHEANU (Eisvogel), lkordela (Biene), Svetlana Foote (Frosch), jurra8 (Eichhörnchen), Rich Carey (Schildkröte) / Shutterstock

Es gibt über 130.000 Arten von Weichtieren:
Schnecken: ca. 100.000
Muscheln: ca. 10.000
Kopffüßer/Tintenfische: ca. 1.000
Käferschnecken: ca. 900

2. Stachelhäuter

  • Stachelhäuter haben eine Haut aus Stacheln.
  • Stachelhäuter leben ausschließlich im Wasser.
  • Stachelhäuter legen Eier.

Seestern Seestern - Foto: aquapix/Shutterstock

Stachelhäuter entwickelten sich vor über 500 Millionen Jahren.

Wo leben Stachelhäuter?

Sie leben meist am Meeresboden, vor allem in flacheren Küstengebieten.

Was fressen Stachelhäuter?

Je nach Art, Pflanzen und/oder Fleisch. Seeigel sind z. B. Alles- oder Pflanzenfresser. Seewalzen schlucken Sand in der Hoffnung, dass sich darin Essbares befindet. Seesterne machen Jagd auf Muscheln. Seelilien und Haarsterne filtern das Wasser nach Nahrung.

Wie bewegen sich Stachelhäuter fort?

Stachelhäuter schwimmen, bewegen sich grabend fort, wandern mit speziellen Füßchen oder bleiben ihr Leben lang an einem Ort.

Wie pflanzen sich Stachelhäuter fort?

Stachelhäuter legen Eier.

Es gibt etwa 6.300 Arten von Stachelhäutern:
Schlangensterne: ca. 2.000
Seesterne: ca. 1.500
Seewalzen: ca. 1.200
Seeigel: ca. 950
Seelilien: ca. 620
Haaarsterne: ca. 550

3. Krebstiere

  • Krebstiere sind wirbellose Tiere.
  • Die meisten Krebse besitzen einen Chitin-Panzer.
  • Krebstiere atmen durch Kiemen.
  • Krebse entstehen aus Eiern.

Einsiedlerkrebs Einsiedlerkrebs - Foto: marima/Shutterstock

Krebse leben seit mehr als 500 Millionen von Jahren auf der Erde und sind mit den Insekten verwandt. Sie atmen mit Kiemen, sogar diejenigen Krebse, die an Land leben.

Wo leben Krebstiere?

Krebse leben in allen Gewässern der Erde, ein paar wenige auch an Land.

Was fressen Krebstiere?

Krebstiere ernähren sich von pflanzlichem Plankton.

Wie bewegen sich Krebstiere fort?

Krebse laufen oder schwimmen.

Wie pflanzen sich Krebstiere fort?

Krebse entwickeln sich aus Eiern und sind zunächst Larven, aus denen sie sich dann zum erwachsenen Tier verwandeln.

Es gibt etwa 67.000 Arten von Krebstieren:
Höhere Krebse: ca. 28.000
Muschelkrebse: ca. 15.000
Ruderfußkrebse ca. 12.000
Zungenwürmer: 130
Fischläuse: 130
Rempipeda: 24
Hufeisengarnelen: 11