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Die Tiere, die am tiefsten tauchen

Welche Tiere können besonders tief tauchen? Welcher Vogel kann mehrere hundert Meter tief tauchen? Und welches Tier kann in 8 km Tiefe leben?

Die Tiere in dieser Liste stellen bemerkenswerte Rekorde auf, die für uns Menschen nur schwer vorstellbar sind. Mehr Infos und Hintergründe erfährst du unter der Tabelle!

Tauchtiefe
Knochenfisch Bartmännchen 8.370 m *
Tintenfisch "Dumbo-Oktopus" 7.000 m
Krebstier Flohkrebs 5.300 m
Zahnwal Cuvier-Schnabelwal 2.922 m **
Knorpelfisch Seekatze 2.500 m
Robbe Südl. See-Elefant 2.388 m
Zahnwal Pottwal 2.250 m ***
Teufelsrochen Mobularochen 1.848 m
Zahnwal Schwarzwal ~ 1.777 m
Zahnwal Nördl. Entenwal 1.453 m
Schildkröte Lederschildkröte 1.280 m
Zahnwal Blainville-Schnabelwal ~ 1.250 m
Makrelenhai Koboldhai ~ 1.200 m
Delfin Kurzflossen-Grindwal 1.019 m
Robbe Weddellrobbe 609 m
Vogel Kaiserpinguin 534 m

* Dieser Rekord ist nicht bestätigt. Das Bartmännchen wurde in einem Netz gefangen, dass sich am Boden des Puerto-Rico-Grabens befand (ein 800 km langer Tiefseegraben). Da es bislang keine weiteren Funde in einem solchen Netz gab, vermutet man, dass das Tier doch eher in Tiefen von bis zu 2.000 m lebt.
** für 137,5 min.! Bedenke: Wale sind Säugetiere, die zum Luft holen an die Wasseroberfläche müssen.
*** In den Mägen von Pottwalen wurden Überreste von Tieren gefunden, die nur in Tiefen von 3.000 m leben. Daher nimmt man an, dass der Pottwal so tief tauchen kann. Bislang fehlt aber der offizielle Beweis.

Humboldt-Pinguin Humboldt-Pinguin - Foto: jgolby/Shutterstock

Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh'

Manche Menschen schaffen es gerade mal auf den Boden des Freibades hinunter. Selbst Elche tauchen tiefer. Und dafür sind sie nicht einmal besonders bekannt. Sie tauchen bis zu 6 m tief, um am Boden eines Flusses besonders zarte und leckere Wasserpflanzen zu kommen. Respekt!

Selbst William Trubridge, der „menschliche“ Weltrekord-Halter im Tieftauchen (ohne Flossen), kann nicht im geringsten mit den folgenden Tieren mithalten. Obwohl Trubridge stolze 101 m schafft, ist der Kaiserpinguin besser: Er taucht 534 m tief hinab. Ein Mensch würde in einer solchen Tiefe ohne speziellen Taucheranzug oder Taucherglocke aufgrund des großen Umgebungsdrucks sterben. So.

Und jetzt stell dir mal vor 8 km tief zu tauchen. Der Bartmännchen-Fisch hat damit kein Problem. Allerdings, mit dem Auftauchen hätte er schon eines ... denn er würde den (fehlenden) Druck an der Wasseroberfläche nicht überleben.

Tauch-Rekorde und alltägliche Tauch-Tiefen

Die hier aufgelisteten Rekorde sind allesamt maximale Tauchtiefen. In der Regel leben die Tiere nicht die ganze Zeit so tief unten, sondern schwimmen regelmäßig wieder zur Oberfläche, um zum Beispiel Luft zu holen, und beim nächsten Mal vielleicht nicht ganz so tief wieder nach unten. Nicht jedes Tier taucht also jedes Mal bis zur Rekordtiefe hinab. Schließlich finden sie bei ihrer Nahrungssuche auch in geringeren Tiefen Futter.

Nicht nur Wale tauchen

Auch Vögel können tauchen und zwar sehr gut. Das mag auf den ersten Blick verwundern, denn wenn man an einen Vogel denkt, hat man doch meist einen fliegenden vor Augen. Aber nicht mal das kann jeder Vogel. Zum Beispiel der Strauß, der dafür aber sehr schnell laufen kann. Pinguine können auch nicht fliegen, aber sehr gut schwimmen und tauchen. Den Rekord hierfür hält der Kaiserpinguin mit 534 m Tiefe.

Ein Vogel, der sehr gut fliegen UND sehr gut tauchen kann, ist die Dickschnabellumme (ein Alkenvogel). Sie hat sogar einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde für eine Tiefe von 210 m. Neben Vögeln tauchen auch Reptilien wie die Lederschildkröte und Tintenfische bis in große Tiefen.