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Albinos: Warum gibt es weiße Tiere im Tierreich?

Was ist Amelanismus?

Ein Zebra mit orangefarbenen Streifen und blauen Augen? Das ist kein Albino! Hier liegt Amelanismus vor. Bei dieser Gen-Veränderung fehlen die dunklen Farbpigmente (Melanine) nicht komplett, sondern nur teilweise. Dadurch entstehen ungewöhnliche Muster und Farben, die bei einem echten Albino unmöglich wären.

Zebra mit Amelanismus Zebra mit Amelanismus - Foto: Monique D/Shutterstock

Wie entsteht Amelanismus genau?

Reptilien, Vögel und Amphibien haben verschiedene Arten von Farbzellen im Körper. Beim Amelanismus blockiert ein Fehler im Erbgut nur die Bildung von schwarzen und braunen Farbstoffen (Melanin). Alle anderen Farbzellen für Gelb, Rot oder Glanz arbeiten ganz normal weiter. Deshalb sind diese Tiere nicht reinweiß, sondern behalten oft bunte Muster.

Beliebt als Haustier: Kornnatter mit Amelanismus

Ein bekanntes Beispiel ist die Kornnatter. In der Natur ist diese Schlange unauffällig graubraun gefärbt. Für die Haltung im Terrarium wurden jedoch Tiere mit Amelanismus gezüchtet. Diese Schlangen haben keine dunklen Flecken mehr. Sie leuchten stattdessen kräftig rot und orange, und ihre Augen sind hellrot oder rosa.

Der Unterschied zum echten Albinismus

In der Wissenschaft ist die Unterscheidung wichtig. Albinismus bedeutet, dass einem Säugetier (wie einem Reh oder Eichhörnchen) alle Farbstoffe fehlen – es wird komplett weiß. Amelanismus betrifft dagegen meistens Vögel oder Reptilien. Da sie noch andere Farbzellen besitzen, fehlt ihnen zwar die schwarze Farbe, sie können aber trotzdem leuchtend gelbe oder rote Federn und Schuppen haben.

Zebra Zebra - Foto: PHOTOCREO Michal Bednarek/Shutterstock

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