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Hochseevögel fliegen in das Auge des Sturms, um zu überleben

  • Normalerweise vermeiden Vögel es, in einen Sturm zu fliegen.
  • Bei Hochseevögeln ist das anders.
  • Wenn ein Unwetter aufzieht, fliegen sie direkt in das „Auge des Sturms“, um zu überleben.

Foto: JJ Harrison (https://www.jjharrison.com.au/) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Hochseevögel verbringen fast ihr gesamtes Leben auf dem Meer. Sie kommen nur für kurze Zeit an Land, um zu Nisten und ihre Küken aufzuziehen. Um besser zu verstehen, wie die Tiere auf dem offenen Meer überleben, werteten Forscher GPS-Daten von Sturmtauchern aus, die sie über 11 Jahre gesammelt hatten.

Als die Forscher die GPS-Daten mit Wetterdaten verglichen, waren sie erstaunt. Wenn Wirbelstürme aufzogen, steuerten die Sturmtaucher direkt auf deren Zentrum zu – das sogenannte „Auge des Sturms.“ Die Sturmtaucher quasi haben den perfekten Namen erhalten, noch bevor jemand von ihrem ungewöhnlichen Verhalten wusste. Denn bislang wurde es bei Seevögeln noch nie zuvor beobachtet. Manchmal verfolgten die Tiere das Zentrum manchmal sogar mehrere Stunden lang.

Vermutlich wollen die Vögel verhindern, an Land geweht zu werden, weil sie dort bei einem Aufprall verletzt oder getötet werden könnten. Es ist für sie viel natürlicher und selbstverständlicher, trotz schlechter Wetterbedingungen weiterzufliegen. Sie sind perfekt daran angepasst, auf schnell wechselnde Windbedingungen zu reagieren. Und, wenn sie mit der Windgeschwindigkeit eines Sturms nicht mehr mithalten können, halten sie sich lieber im windstillen Zentrum auf.

Die Studie der Swansea University (Vereinigtes Königreich) ist im Oktober 2022 im Magazin Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen.

Quelle: https://www.earth.com

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