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Forscher vertreiben Gartenschädlinge mit Marienkäfer-Geruch

  • Marienkäfer verströmen einen bestimmten Geruch.
  • Wenn Blattläuse ihn riechen, verändert sich ihr Verhalten.
  • Sie entfernen sich aus dem Gebiet.

Insektizide sind nicht nur schädlich für Umwelt, Tiere und Menschen, sondern immer häufiger auch nutzlos. Die Schädlinge werden resistent gegen die Pflanzenschutzmittel und fressen munter weiter an unserem Gemüse, Obst und Blumen.

Marienkäfer sind eine kleine Wunderwaffe insbesondere gegen Blattläuse. Sie erbeuten große Mengen dieser Schädlinge. In einer aktuellen Studie zu ökologischem Pflanzenschutz geht es aber nicht um das Fressverhalten von Marienkäfern, sondern um etwas ganz anderes: um ihren Geruch.

Es wurde bereits nachgewiesen, dass diese bei Blattläusen die Fortpflanzungsrate verringern und das Flügelwachstum erhöhen kann. Diese veränderte Verhalten ist nachvollziehbar, denn wenn man einen Feind „wittert“, sollte man erstens sein eigenes Leben schützen (=> weniger Nachkommen) und zweitens möglichst schnell vor der Gefahr fliehen (=> Flügel wachsen).

Könnte der „Geruch der Angst“ - wie ihn die Forscher nennen - ein umweltschonendes Mittel als Alternative zu schädlichen Insektiziden sein? Mit dieser Idee haben sie sich ins Labor begeben, den Duft von Marienkäfern in verschiedenen Zusammensetzungen künstlich hergestellt und untersucht, auf welche Mischung die Schädlinge am stärksten reagieren.

Im nächsten Schritt gilt es herauszufinden, ob die Blattläuse bei dem künstlichen Duft auch in freier Natur „Reißaus nehmen“. Wenn ja, sollen Lösungen entwickelt werden, wie sich dieser in großen Mengen über Feldern verströmen lässt.

Die Studie der Pennsylvania State University (USA) erschien im August 2021 bei der Organisation American Chemical Society.

Quelle: https://www.earth.com

Marienkäfer Marienkäfer - Foto: Henri Koskinen/Shutterstock