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Singvögel und Menschen verwenden ähnliche Sprachmuster

  • Menschen neigen dazu, in längeren Sätzen kürzere Worte und Laute zu verwenden.
  • Das tun Singvögel auch.
  • Sie folgen dem sogenannten Menzerathschem Gesetz.

Das Menzerathsche Gesetz wurde nach dem Sprachwissenschaftler Paul Menzerath benannt. Es besagt: „Je größer das Ganze, desto kleiner die Teile“. Wenn jemand z. B. einen sehr langen Satz bildet, dann besteht dieser häufig aus vielen kurzen Worten oder kurzen Nebensätzen. Oder: Je länger ein Wort ist, desto kürzer sind die Silben darin. Auf diese Weise lässt sich der Inhalt leichter erfassen und verstehen.

Nun zu den Singvögeln: Forscher haben festgestellt, dass sich Vögel beim Singen ähnlich verhalten wie Menschen beim Sprechen. Sie neigen dazu, in längeren „Songs“ kürzere Laute zu verwenden. Das Gesetz lässt übrigens nicht nur auf die Sprache oder Laute anwenden. Ein ähnliches Verhalten konnte auch bei Pavianen beobachtet werden. Hier ging es nicht um Laute, sondern darum, dass eine große Gruppe von Tieren oft aus vielen kleinen Gruppen besteht.

Bei den Singvögeln könnte das Verhalten jedoch auch an deren Körperbau liegen, also an der Atmung, der Stimmmuskulatur und der Lungenkapazität (Größe, Leistung der Lungen).

Die Studie der McGill University (Kanada) wurde im Mai 2021 im Magazin Current Biology veröffentlicht.

Quelle: https://www.earth.com/

NachtigallNachtigall - Foto: Victor Tyakht/Shutterstock