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Ameisenigel graben jedes Jahr 7 Tonnen Erde um

  • Auf der Suche nach Insekten graben Ameisenigel in Boden.
  • Sie durchwühlen etwa 7 Tonnen Erde pro Jahr.
  • Dadurch reichern sie die Erde mit Nährstoffen an und helfen Pflanzensamen zu keimen.

Ameisenigel haben lange Krallen an ihren Pfoten. Mit ihnen graben sie im Boden nach Ameisen, Termiten und anderen Insekten. Dabei passieren vor allem zwei Dinge: 1. Sie hinterlassen Mulden und Furchen im Boden. 2. Beim Graben gelangen Samen und Blätter in den Boden.

Die Tiere spielen dabei „Landschaftsgärtner“, ohne es zu wissen. Denn die Blätter reichern den Boden mit Nährstoffen an und, wenn es regnet, sammelt sich Wasser in den bis zu 50 cm breiten und 15 cm tiefen Mulden. Die Samen, die ebenfalls in der Mulde liegen, können sich mit dem Wasser vollsaugen und auf dem fruchtbaren Boden keimen.

Forscher haben die Tiere im Scotia-Naturschutzgebiet im Südwesten von New South Wales (Australien) über Jahre hinweg beobachtet und ihr Verhalten analysiert. Sie glauben, dass ein einzelner Ameisenigel etwa sieben Tonnen Erde umgräbt. Das ist gerade für Australien von großer Bedeutung, denn viele Böden sind dort besonders trocken und nährstoffarm. Außerdem sind viele Tierarten in Australien, die ebenfalls Erde umgraben, bereits ausgestorben oder gelten als bedroht.

Die Studie von der University of South Wales (Australien) und der Australian Wildlife Conservany (Australien) wurde im März 2021 im Magazin The Conversation veröffentlicht.

Quelle: https://www.phys.org, https://theconversation.com

Ameisenigel Ameisenigel - Foto: Shutterstock