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Seegurken erzeugen so viel „Sandkot“ wie fünf Eiffeltürme

  • Seegurken sind sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht.
  • Sie verbessern die Qualität des Meerwassers und die Nährstoffe darin.
  • Pro Riff erzeugen sie eine Menge an „Sandkot“ die fünf Eiffeltürmen enspricht.

Seegurken sind etwas unförmig aussehende Tiere, die wie Seesterne und Seeigel zur Familie der Stachelhäuter gehören. Sie ernähren sich von Plankton (= kleine Organismen) oder über im Sand befindliche Sedimente (= mineralisches/organisches, abgelagertes Material).

Forscher haben sich mit Seegurken an einem 27 Quadratkilometer großen Riff am Great Barrier Reef (Australien) beschäftigt. Sie fanden heraus, dass die Tiere beim Fressen des Sediments auch jede Menge „Sandkot“ produzieren. Pro Tag etwa 38 Gramm, was pro Jahr knapp 14 kg sind. Es gibt in diesem Gebiet aber nicht nur eine einzelne Seegurke, sondern über Millionen davon. Ihre Ausscheidungen ergeben ein Gewicht, das in etwa dem von fünf (!) Eiffeltürmen entspricht. Und das an nur einem Riff.

Und das Thema ist nicht mal eklig, denn was bei den Tieren „hinten herauskommt“ ist sauberer, gut belüfteter Sand! Die Tiere sind so etwas wie die Regenwürmer der Meere. Sie reinigen den Sand von Algen und Meerestieren und reichern das Wasser mit Stoffen wie Calciumcarbonat und Ammoniak an. Diese sind auch für die Korallen sehr wichtig. Das, was die Seegurken machen, nennt sich in der Fachsprache „Bioturbation“, vom lateinischen „turbatio“ für „Verwirbelung“.

Seegurken sind entscheidend für das Gleichgewicht im Meer und für die Gesundheit der Korallenriffe, doch leider gelten sie als Delikatesse und werden sehr stark gefischt. Deshalb werden einige Arten bereits als stark bedroht eingestuft.

Die Studie wurde von der Universität von Newcastle (Australien) veröffentlicht.

Quelle: https://www.newcastle.edu.au

SeegurkeSeegurke - Foto: e2dan/Shutterstock