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Schiffshalter bekommen in Strömungslehre die Note 1+

  • Schiffshalter sind Fische, die sich an anderen Meereslebewesen „festsaugen“.
  • Sie halten sich vor allem dort auf, wo die Strömungsverhältnisse ideal ist.
  • Um sich auf einem Meereslebewesen fortzubewegen, bleiben sie in etwa 1 cm Abstand.

An ihrem Kopf besitzen Schiffshalter eine Saugscheibe, die ähnlich wie ein Saugstampfer für verstopfte Abflüsse funktioniert oder ein Saugnapf, den wir von wiederverwendbaren Wandhaken kennen.

Wissenschaftler haben sich bislang bei ihren Forschungen auf die Symbiose zwischen Meereslebewesen und den Schiffshaltern konzentriert. In einer neuen Studie widmete sich ein Team aus internationalen Forschern der Frage, wie sich die kleinen Tiere „bei voller Fahrt“ auf den viel größeren Tieren hin- und herbewegen. Schließlich müsste man ja annehmen, dass die Strömung die kleinen Tiere sofort wegzieht, sobald sie ihre Saugplatte lösen.

Mit Hilfe von Sensoren und Videos wurde das Verhalten von Schiffshaltern analysiert, die bei Blauwalen „mitfuhren“. Meistens hielten sie sich hinter dem Blasloch, hinter der Rückenflosse oder über/hinter den Brustflossen des Wals auf, weil dort die Strömung fast 84 % geringer ist und sie dadurch weniger Energie verbrauchten.

Die Fische konnten sich aber auf der Oberfläche des Wals frei bewegen, selbst bei einer Geschwindigkeit von 5 m pro Sekunde. Ihr Trick: Sie entfernten sich nicht weiter weg als 1 cm von der Haut des Wals. Dort ist die Strömung immer noch 72 % geringer, so dass die Tiere nicht fortgezogen werden.

Strömungsverhalten im Wasser wird in der Fachsprache auch Hydrodynamik genannt. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: „hydro“ = Wasser und „dynamis“ = Kraft.

Quelle: https://phys.org, https://jeb.biologists.org

Schiffshalter-Kopf Schiffshalter-Kopf - Foto: Shane Gross/Shutterstock