Drückerfische stranden absichtlich, um Krabben zu erbeuten
- Drückerfische haben vielfältige Strategien beim Jagen.
- Die Tiere wurden dabei gesehen, wie sie absichtlich strandeten, um Beute zu fangen.
- Bislang wurde dieses Verhalten bei der Tier-Ordnung noch nie beobachtet.
Beobachtung im Roten Meer: Ein Fisch verlässt das Wasser
Den bunten Drückerfischen begegnet man für gewöhnlich unter Wasser und nicht über Wasser. Deshalb staunte Matthew Tietbohl vom Red Sea Research Center an der King Abdullah University of Science and Technology (Saudi-Arabien) nicht schlecht, als er einen Riesen-Drückerfisch sah, der teilweise strandete. Absichtlich.
Jagd im Sand: Wie der Fisch Jagd auf Reiterkrabben macht
Der Fisch schwamm im seichten Wasser, kippte seinen schmalen Körper zur Seite, um noch näher an den Strand zu kommen und schoss dann aus dem Wasser auf eine Reiterkrabbe im Sand zu. Dabei strandete er teilweise mit seinem Körper. Er schnappte sich dann die Krabbe, hielt sie mit seinen Zähnen fest, robbte wieder Richtung Meer und zog sie ins tiefe Wasser, um sie dort zu fressen.
Einzigartiges Verhalten: Eine Premiere für die Wissenschaft
Diese Jagd-Methode ist neu und wurde so noch nie bei einem Drückerfisch oder einem Fisch seiner Tier-Ordnung (Tetraodontiformes) beobachtet.
Was sind Drückerfische eigentlich?
Drückerfische leben an Korallenriffen tropischer und subtropischer Meere. Sie sind mit den Kugelfischen verwandt, im Gegensatz zu diesen aber nicht giftig. Eine ihrer Besonderheiten ist, dass sie deutlich hörbar mit den Zähnen knirschen oder trommelnde Geräusche erzeugen können.
Quellen:
















