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Der Kopf des Hammerhais: Vor- oder Nachteil beim Schwimmen?

  • Hammerhaie brauchen wegen ihres breiten Kopfs mehr Kraft beim Schwimmen.
  • Sie haben aber nicht nur Nachteile dadurch.
  • In bestimmten Situation sind sie dadurch schneller und wendiger.

Wer schon einmal mit einer Schwimmnudel oder Schwimmflügeln durch das Wasser gewatet ist, weiß: durch den Widerstand muss man mehr Kraft aufwenden, um voranzukommen. Wie sieht es mit dem Kopf des Hammerhais aus? Er kann nicht unbedingt als stromlinienförmig bezeichnet werden. Diesem Thema widmeten sich Hai-Forscher Glenn R. Parsons von der University of Mississippi (USA) und seine Kollegen. Sie analysierten das Ganze am Computer.

Tatsächlich muss der Hammerhai, abhängig von der Art bzw. Größe des Kopfes, mindestens 10 mal so viel Kraft beim Schwimmen aufwenden wie „normale“ Haie. Trotzdem konnte man in der freien Wildbahn beobachten, wie die Tiere z. B. plötzlich und schnell die Richtung änderten.

Das Stichwort ist: Auf- und Abtrieb. Wenn der Hammerhai in einem bestimmten Winkel schwimmt, also nach oben geneigt oder nach unten geneigt, kann er aufgrund seiner Kopfform stark beschleunigen. Das ist ein sehr großer Vorteil bei der Jagd nach Beute. Hält er seinen Kopf dagegen horizontal, gibt es weder Auf- noch Abtrieb.

Übrigens: Hammerhaie haben durch ihre ungewöhnliche Kopfform und den seitlich ganz weit außen liegenden Augen eine besonders gute Rundumsicht: volle 360 Grad. Außerdem nehmen sie mit ihrer Schnauze die elektrischen Signale anderer Meeresbewohner wahr, wodurch sie Beutetiere leicht aufspüren. Der Hammerhai ist aber nicht nur wegen seiner Kopfform „anders“. Obwohl fast alle Haie Einzelgänger sind, lebt er gerne in losen Gruppen.

Quelle: https://www.nature.com

Hammerhai Hammerhai - Foto: frantisekhojdysz/Shutterstock