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Die „Weiße Fliege“ besitzt ein Pflanzen-Gen in ihrem Erbgut

  • Vor Millionen von Jahren hat die Weiße Fliege ein Pflanzen-Gen erworben.
  • Dadurch machen ihnen Abwehrstoffe von über 500 Pflanzenarten nichts aus.
  • Diese DNA wurde bislang in keiner anderen Insektenart gefunden.

Die „Weiße Fliege“ ist ein gefürchteter Schädling bei Gemüse- und Pflanzenbauern. Sie befällt z. B. Tomaten, Paprika, Gurken, Brokkoli, Kohl und Auberginen. Die Pflanzen wehren sich, indem sie Abwehrstoffe herstellen – aber ohne Erfolg. Die Weiße Fliege kann ohne Schaden zu nehmen, deren Saft saugen und schädigt sie dabei.

Forscher haben die Art Bemisia tabaci (auch Tabakmottenschildlaus genannt) untersucht und herausgefunden, warum das so ist. Die Tiere haben bereits vor 35 Millionen Jahren ein Pflanzen-Gen erworben (BtPMaT1) und in ihr Erbgut eingebaut. Es klingt ein bisschen wie ein Science-Fiction-Film, indem ein Lebewesen aussieht wie ein Mix aus Tier und Pflanze. Aber äußerlich kann man es ihr nicht ansehen. Wie genau das Insekt das überhaupt angestellt hat, wissen die Forscher noch nicht. Sie vermuten, dass ein Virus eine Rolle gespielt haben könnte. Das sei zwar sehr unwahrscheinlich, aber Millionen Jahre sind auch eine sehr lange Zeit.

Die Studie des Institute of Vegetables and Flowers at the Chinese Academy of Agricultural Sciences (China) und der University of Neuchâtel (Schweiz) wurde im März 2021 im Magazin Cell veröffentlicht.

Quelle: https://phys.org

Weiße FliegeWeiße Fliege - Foto: Stephen Ausmus [Public domain], via Wikimedia Commons