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Stechmücken schützen sich mit Bakterien vor Pestiziden

  • Stechmücken übertragen Krankheitserreger.
  • Damit sich die Tiere weniger vermehren, wird eine Bakterienart gegen sie verwendet.
  • Doch sie schützt die Stechmücken vor häufig benutzten Insektenschutzmitteln.

Es ist wirklich verzwickt. Wissenschaftler tüfteln und tüfteln fieberhaft an Lösungen, damit wir vor Stechmücken sicher sind. Denn diese übertragen z. B. Dengue-Fieber, Malaria, Zika und Gelbfieber. Wenn sie sich aber in der freien Natur mit einer Bakterienart namens Wolbachia infizieren, können sie sich nicht mehr fortpflanzen. Und das verringert die Anzahl der Tiere erheblich.

Den cleveren „Schachzug“ von Mutter Natur haben sich die Menschen abgeschaut und diese Bakterien in den letzten Jahren gezielt gegen Stechmücken eingesetzt. Aber nun kam heraus: Genau diese Bakterienart macht Stechmücken der weit verbreiteten Art Culex quinquefasciatus weniger anfällig für andere, oft verwendete Insektenschutzmittel. Die Bakterien schützen die Stechmücken.

Diese Erkenntnis zeigt den Forschern, dass genau untersucht werden muss, welche Wechselwirkungen es geben kann, damit die eine Lösung nicht eine andere unwirksam macht.

Die Ergebnisse haben Wissenschaftler der Universität von Reading (England), der INBIOTEC-CONICET (Argentinien) und der Nationalen Universität von San Juan (Argentinien) in einer Studie im Magazin Scientific Reports veröffentlicht.

Quelle: https://www.phys.org

Stechmücke Stechmücke - Foto: Alf Ribeiro/Shutterstock