Größe: bis 2 Meter (Schulterhöhe)
Gewicht: 3-4 Tonnen
Geschwindigkeit: bis 50 km/h
Merkmale: Zwei Hörner an der Nase, massige Gestalt, kurze Beine
Ernährung: Pflanzen
Lebensraum: Afrika
Ordnung: Unpaarhufer
Familie: Nashörner
Breitmaulnashorn und Spitzmaulnashorn
Breit- und Spitzmaulnasorn lautet eigentlich die korrekte Bezeichnung, wenn wir von Nashörnern sprechen.
Nein, es ist kein Knochen
Obwohl es hart wie Beton sind, besteht das Horn nicht aus Knochen (wie manchmal behauptet), sondern – wie der Name schon sagt – aus Horn. Und zwar aus einem Material, das auch in Haaren vorkommt. Das längste, bisher bekannte Horn war 1,58 m lang. Das vordere Horn kommt übrigens aus dem Nasenbein, das hintere aus dem Vorderschädel.
Trampeltier? Ja. Aber ein ganz schön schnelles...
Mit bis zu 50 km/h können Nashörner über die Steppe sprinten. Bei einem Tier, das so schwerfällig aussieht, echt beeindruckend. Dafür ist ihr Revier wiederum recht klein. Es beträgt nur 20 Quadratkilometer.
Breit oder spitz, schwarz oder weiß?
Die beiden Nashornarten, die in Afrika leben, unterscheiden sich im wesentlichen nur durch ihr Maul. Das Breitmaulnashorn wird auch als „weißes“ Nashorn bezeichnet, weil der holländische Begriff für „weit“ bzw. „breit“ missverstanden wurde. „wijde“ wurde mit „white“ und schließlich mit „weiß“ übersetzt. Im Umkehrschluss wurde das andere, das Spitzmaulnashorn dann schwarzes Nashorn genannt. Na bravo.
Nashörner sind kleine Angsthasen
Sie bleiben ihrem Revier treu und, selbst wenn sich die Lebensbedingungen in ihrem Territorium verschlechtern, ziehen sie nicht um. Neues Gelände erkunden junge Breitmaulnashörner nur mit einem dicken Kumpel.
Ein Fall für den Augenoptiker
Auch wenn Nashörner von Kämpfen untereinander manchmal verletzen und ein Horn verlieren, gibt es nur selten direkte Zusammenstöße. Der Grund: Sie sehen unglaublich schlecht. Die Bullen jagen zwar mit Vollgas aufeinander zu, bleiben kurz vorher aber stehen, um zu sehen, mit wem sie es denn da überhaupt zu tun haben („Hallo, Fred, bist du's?“ „Mensch, Harry!...“).
Mach mich doch bitte mal sauber
Oft sieht man Vögel wie Madenhacker oder Kuhreiher auf Nashörnern rumhüpfen. Die genießen da oben aber nicht nur die herrliche Aussicht, sondern sind auf der Suche nach einem Snack. Kleine Wunden können für Nashörner schnell sehr unangenehm werden, weil sich Parasiten einnisten. Die Vögel picken diese genüßlich weg. Und das Nashorn ist glücklich.
Kein Stress
Nashörner haben – abgesehen vom Menschen – keine Feinde.













