Tapir Steckbrief
Größe: bis 2,43 m (Länge)
Gewicht: bis 363 kg
Lebensraum: Mexiko, Mittelamerika, Südamerika, Asien
Ordnung: Unpaarhufer
Familie: Tapire

Zwischen Schwein und Ameisenbär

Was ist das denn? Ein Schwein? Ein Ameisenbär? Nein, es ist ein Tapir! Das Huftier lebt schon seit Millionen von Jahren auf der Erde – und hat sich bis heute kaum verändert. Tapir-Fossilien wurden bisher auf jedem Kontinent der Erde gefunden (nur nicht in der Antarktis) und die Tiere lebten vor 10.000 Jahren sogar noch in Südkalifornien. Obwohl sie so ähnlich aussehen, sind sie nicht mit Schweinen und Ameisenbären verwandt, sondern mit Pferden und Nashörnern!

Tapir

Der Mini-Elefanten-Rüssel
Die Nase und die Oberlippe des Tapirs sind zu einer elastischen Schnauze zusammengewachsen, ähnlich wie beim Elefanten. Der Tapir greift mit ihm nach Ästen und pflückt leckere Blätter und Früchte ab.

Tapir-Arten
Es gibt ingesamt nur vier Tapirarten, die alle entweder zu den bedrohten Tierarten zählen. Sie leben hauptsächlich in Sumpfgebieten und im Regenwald, eine Art sogar in den Bergen. Sie sind also in den unterschiedlichsten Höhen anzutreffen, vom Meereslevel bis in 4.500 m Höhe:
  • Schabrackentapir (Asien)
  • Mittelamerikanischer Tapir (Mittelamerika)
  • Bergtapir (Südamerika)
  • Flachlandtapir (Südamerika)
Der Schabrakentapir

Der Schabrackentapir kommt nur in Thailand, Burma, Malaysia und Indonesien vor und unterscheidet sich von allen anderen ganz wesentlich: Während sein Kopf und seine Beine schwarz sind, scheint er eine weiße Decke zu tragen. Daher auch der Name Schabracke (was aus dem Türkischen stammt und Satteldecke bedeutet). Der größte natürliche Feind, den der Schabrackentapir fürchten muss, ist der Tiger.

Schabrackentapir

Foto Schabrackentapir: Jim Winstead / Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0

Der mittelamerikanische Tapir

Der mittelamerikanische Tapir „April“ ist das Nationaltier des Landes Belize. Sie wird auch als „Bergkuh“ bezeichnet, ihr Geburtstag ist ein Nationalfeiertag.

Mittelamerikanischer Tapir

Foto Mittelamerikanischer Tapir (links): Dante Alighieri / Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0

Der Bergtapir

In den Anden in Südamerika lebt die kleinste Tapirart: der Bergtapir. Er hat ein dickes Fell, das ihn gegen die Kälte in den Bergen schützt.

Bergtapir

Foto Bergtapir: Elissa Berver / Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 2.0

Tapir-Talk
Stell dir vor, du stapfst durch den tropischen Dschungel und hörst plötzlich quietschende Autobremsen. Du fragst dich: Wo kommt das denn jetzt her? Ist hier eine Straße, im tiefsten Urwald? Von wegen, es ist ein Tapir! Diesen geben die Huftiere am häufigsten von sich. Ein Schnauben kombiniert mit einem Fußstampfen zeigt an, dass der Tapir bereit ist, sich gegen einen Angriff zu verteidigen.

Quietsche-Entchen?
Tapir-Babys können schon nach wenigen Tagen schwimmen.

Geheim-Agenten-Tricks
Wenn Tapire Angst haben, verstecken sie sich im Wasser. Das einzige, was noch von ihnen zu sehen ist, ist ihr Rüssel, durch den sie atmen wie durch einen Schnorchel.

Wasserratten
Obwohl man es bei dem plumpen Körperbau kaum vermutet, fühlen sich Tapire im Wasser am wohlsten und verbringen darin viel Zeit, zum einen, um sich abzukühlen und zum anderen, um nach schmackhaften Wasserpflanzen zu tauchen.

Die größten und die kleinsten

Der größte und schwerste Tapir ist der Schabrackentapir mit bis zu 2,43 m Länge, der kleinste 1,82 m.

Wie alt werden Tapire?
Tapire können zwischen 25-30 Jahre alt werden.

Der Tapir in anderen Sprachen
In Indonesien steht das Wort „badak“ sowohl für Nashörner als auch für Tapire. In Thailand nennt man Tapire „P'som-sett“, was so viel heißt wie „Der Mix ist fertig“. Das bezieht sich auf den Glauben, dass das Tier aus übrig gebliebenen anderen Tieren erschaffen wurde. Ursprünglich stammt das Wort Tapir allerdings aus der brasilianisch-indianischen Sprache und steht für „dick“ (wobei das Hinterteil des Tieres gemeint ist).

Tapire helfen beim Straßenbau
Tapire hinterlassen durch ihren Hufabdruck deutliche Spuren in der weichen Erde – die meistens zum Wasser führen. In einigen Fällen werden diese Hufspuren von Ingenieuren genutzt, um Straßen entlang der Berglandschaft zu planen.

Kommentare (5)

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ohhhhhh wie putzig ich liebe tapire sie haben so süse nasen
lumbu , 29.03.2011
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Also,ich finde die nase niedlich!
SCHECKY , 13.02.2011
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voll süß die nase!!!
ha , 4.02.2011
...
siet ganschön kommisch aus (nase):)
... , 21.03.2010
...
Dieser Tapir hatt sooooooooooooo eine komische Nase das sieht ganz komisch aus.
Luisa Steiner , 26.08.2009

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