Größe: bis 1,50 Meter (Schulterhöhe)
Gewicht: bis 400 Kilogramm
Merkmale: dickes, zotteliges Fell
Ernährung: Grass, Weiden, Beeren
Lebensraum: Kanada, Grönland, Alaska
Ordnung: Paarhufer
Familie: Hornträger
Unterfamilie: Ziegenartige

Dieser Ochse ist kein Ochse
Aufgrund ihres Aussehens wurden Mochus-Ochsen lange Zeit für einen Mix aus Rind und Schaf gehalten. Tatsächlich ist der zottelige Vierbeiner aber eng verwandt mit den Ziegen und gehört daher zur Gruppe der „Ziegenartigen“.
Das sprichwörtliche dicke Fell
Dass du bei dem dicken Fell überhaupt noch etwas vom Moschus-Ochsen selbst sehen kannst, ist fast schon erstaunlich. Bis auf Hufe, Hörner, Lippen und zwischen den Nüstern ist er total komplett rundherum mit Fell bedeckt. Und nicht nur mit einem, sondern gleich mit zwei Fellen, denn bei -56 Grad Celsius ist es durchaus schattig. Das Oberfell ist grob und starr und nennt sich „Grannenhaar“. Die Haare sind bis zu 62 Zentimeter lang! Was den Moschus-Ochsen aber wirklich schön mollig warm hält, ist sein 8 bis 10 Zentimeter dickes Unterfell. Das ist sehr, sehr weich (noch weicher als Kaschmir-Wolle!) und acht Mal wärmer als Schafswolle.
Seine Wolle wärmt auch andere Tiere
Moschus-Ochsen verlieren immer wieder Teile ihrer „Unterwäsche“ - vor allem, wenn der Sommer kommt und sie das Unterfell komplett ablegen. Kleine Singvögel wie die Schneeammern und die Spornammern sammeln die Wolle ein und machen damit ihre Nester schön weich und vor allem schön warm. Nette Tiere sind das, die Moschus-Ochsen.
Moschus-Ochse gegen Braunbär
Wenn ein Braunbär auf der Bildfläche auftaucht, wird es ernst. Wer kommt mit dem Leben davon? Die Moschus-Ochsen stapfen immer in kleinen Herden von 5-15 Tieren in ihrem kleinem Revier von nur etwa zwei Quadratkilometer umher. Nähert sich ein Raubtier, stellen sich die erwachsenen Fellbeiner in einem Kreis auf und bilden so einen regelrechten Schutzwall für die Babys im Innern des Kreises. Manchmal greift ein Moschus-Ochse sogar wagemutig an und verlässt den Kreis (der natürlich ganz fix wieder geschlossen wird). Der Moschus-Ochse hält mit seinem dicken Kopf direkt auf ihn zu und rammt ihn wie ein Rammbock. Kleinere Raubtiere wie Wölfe spießt er mit seinen Hörnern auf und schleudert sie so hoch in die Luft, dass sie sich die Knochen brechen, wenn sie wieder auf dem Boden aufkommen.
Wann gibt’s Ärger?
Wenn der Moschus-Ochse seinen Kopf senkt und seine Nase gegen die Knie presst, ist Schluss mit lustig. Das ist das Warnsignal für einen Angriff! Übrigens: Bei dieser Aktion tritt aus einer Drüse an der Nase der berühmt, süßliche Moschus-Duft aus.











