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Klapperschlange

Steckbrief Klapperschlange
Größe bis 2,4 m
Geschwindigkeit Nicht bekannt
Gewicht bis 4,5 kg
Lebensdauer bis 30 Jahre (in Terrarien)
Ernährung Mäuse, Präriehunde, Ratten, Kaninchen
Feinde Fuchs, Bussard, Kojote
Lebensraum Amerika
Klasse Reptilien
Ordnung Schuppenkriechtiere
Familie Vipern
Wissenschaftl. Name Crotalus
Merkmale Schwanzrassel

Klapperschlangen sind berühmt für ihre Schwanzrassel, mit der sie bei Gefahr Geräusche machen. Es gibt 29 Arten, die ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent leben.

Wie entsteht das rasselnde Geräusch?

Die Klapperschlange hat sehr starke Muskeln, mit denen sie die Schwanzrassel hin- und her bewegt. Wenn sie sehr aufgeregt ist, 50-60 mal in einer einzigen Sekunde und bis zu 3 Stunden lang.

Das gruselige Geräusch entsteht dadurch, dass die Ringe der Rassel aneinander reiben. Übrigens: Im Inneren sind die Ringe hohl, ganz im Gegensatz zu einer Spielrassel, die im Inneren meist kleine Kügelchen hat.

Woraus besteht die Rassel?

Aus einem Material ähnlich unseren Fingernägeln und unsere Haaren. Bei jeder Häutung bekommt die Rassel einen Ring dazu. Er ist im Grunde nichts weite als ein Überbleibsel an der Schwanzspitze, das nicht abgestreift werden kann. Das Alter einer Klapperschlange lässt sich jedoch nicht anhand der Anzahl der Ringe bestimmen, weil diese manchmal abbrechen.

Diamant-Klapperschlange Diamant-Klapperschlange - Foto: Jason Mintzer/Shutterstock

Wozu rasselt die Klapperschlange?

So komisch es klingt: In erster Linie, um sich vor Huftieren zu schützen. Das Rasseln warnt und bewahrt sie davor, versehentlich auf die Schlange treten.

Hat eine Klapperschlange Feinde?

Ja, zum Beispiel Füchse, Kojoten und Bussarde. Sogar eine Schlangenart macht Jagd auf die sie. Es ist die Königsnatter, der das Gift der Klapperschlange nichts ausmacht.

Wie giftig ist die Klapperschlange?

Die Klapperschlange ist eine der giftigsten Schlangen weltweit. Schon ein einziges Gramm davon kann 3.000-5.000 Mäuse töten.

Pazifik-Klapperschlange Pazifik-Klapperschlange - Foto: Junior Braz/Shutterstock

Die größte und die kleinste

Die größte Klapperschlange ist die Diamantklapperschlange. Sie wird bis zu 2,4 m lang und kann bis zu 4,5 kg auf die Waage bringen. Als zweitgrößte gilt die Texas-Klapperschlange. Die kleinste ist die Kantenkopf-Klapperschlange. In der Regel wird sie nicht größer als 50 cm und 100 g schwer. Besonders kleine sind nur 30 cm lang.

Nachwachsende Rohstoffe – äh, Zähne

Die Klapperschlange kann ihre Zähne bei Bedarf alle paar Wochen nachwachsen lassen. Manchmal hat sie dann gleichzeitig vier Zähne, von denen aber immer nur zwei „aktiv“ sind.

Präzisions-Giftspritze

Wenn eine Klapperschlange zubeißt, kann sie genau steuern, wie viel Gift sie dabei abgibt. Das ist auch sinnvoll, denn es verbraucht viel Energie, das Gift herzustellen.

Es wäre Quatsch, eine Maus mit einer riesigen Menge Gift zu töten und dann für ein größeres Beutetier nichts mehr übrig zu haben. Junge Klapperschlangen sind noch nicht so gut darin, die Giftmenge zu kontrollieren, daher sind sie meist gefährlicher.

Schauer-Klapperschlange Schauer-Klapperschlange - Foto: Susan Schmitz/Shutterstock

Nicht nur in der Wüste

Eigentlich vermutet man die Klapperschlange hauptsächlich in der Wüste. Sie leben aber auch oft in Sumpfgebieten und können sehr gut schwimmen.

Wie spürt eine Klapperschlange ihre Beute auf?

Die Klapperschlange nimmt mit ihrer Zunge Gerüche wahr. Wie alle Grubenottern hat sie außerdem seitlich am Kopf zwei Gruben (daher der Name der Tierfamilie).

Darin befindet sich ein Organ, das wie ein Hitzesensor funktioniert. Man könnte es auch als Infrarot- oder Wärmekamera bezeichnen. Die Schlange kann damit selbst kleinste Temperaturschwankungen erkennen. Es reichen 0,2 bis 0,4 Grad, damit die Schlange weiß, dass sie ein (Beute-)Tier vor sich hat.

Fortpflanzung

Mit etwa 18-24 Monaten sind Klapperschlangen erwachsen. Im Frühling paaren sie sich, legen aber keine Eier, sondern bringen nach etwa 90 Tagen Tragzeit 10-20 Jungen zur Welt. Zu Beginn haben sie noch keine Rassel, diese entwickelt sich erst durch die Häutung.

Basilisken-Klapperschlange Basilisken-Klapperschlange - Foto: Bernhard Richter/Shutterstock


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