HausmausSteckbrief
Gewicht: bis 30 g
Körperlänge: bis 95 mm (Schwanz bis 105 mm)
Ernährung: Allesfresser
Lebensraum: weltweit
Ordnung: Nagetiere
Unterordnung: Mäuseverwandte
Familie: Langschwanzmäuse
Unterfamilie: Altweltmäuse

Hausmaus
Hausmaus und Haustiermaus – Der Unterschied
Die graue Hausmaus, ist sie ebenfalls wie die Hauskatze ein Haustier? Das kleine nachtaktive Nagetier wohnt in menschlichen Behausungen häufig zur „Untermiete“, ist aber eigentlich kein Haustier. Die Mäuse, die als Haustier gehalten werden, sind z. B. Farbmäuse, Springmäuse oder Wüstenrennmäuse. Die Gattung „mus“ umfasst derzeit 39 Arten, unter anderen die Reisfeldmaus, die Afrikanische Zwergmaus, Zypern-Maus etc.

Wie kam die Maus in die Welt?
„Geboren” wurde die Maus in Asien und war dort ursprünglich ein Steppentier, das sich von Grassamen ernährte. Von ihrer Heimat aus kam sie als blinder Passagier auf Transportschiffen nach Europa und gelangte von dort aus weiter nach Nordamerika. Sie ist weltweit anzutreffen.

Wieso heißt die Maus Maus?
Der wissenschaftliche Name der Maus lautet „mus musculus“. Das Wort „mus“ stammt aus dem Sanskrit (Alt-Indisch) und heißt so viel wie „Dieb“.

Die Maus und die Götter
Im alten Griechenland wurde der Gott Apollo manchmal auch Apollo Smintheus genannt, was auf Detusch so viel wie Apollo, die Maus bedeutet.  In Tempeln, die ihm gewidmet wurden, hielt man weiße Mäuse unter dem Altar, um ihn auf diese Weise zu ehren. Auch in Indien wird ein Gott mit dem kleinen Nagetier in Verbindung gebracht: Der Hindu-Gott Ganesha reitet auf einer Maus.

Die Maus und ihr Ruf
  • Früher erzählte man sich, dass böse Menschen von Mäusen bestraft werden.
  • Es gibt Menschen die glauben, das frittierte Mäuse oder Mäusekuchen ein Mittel gegen Bettnässen ist.
  • In Ägypten war eine gekochte Maus früher ein Heilmittel für eine Reihe von Krankheiten, z. B. Magenschmerzen.
  • Der römische Schriftsteller Plinius empfahl Mäuse-Asche mit Honig um Ohrenschmerzen zu lindern.
  • Pocken, Keuchhusten, Masern und zahlreiche andere Leiden wurden früher behandelt, indem man den Patienten gekochte Mäuse zu essen gab.
  • Die Griechen und Inder glaubten früher, dass Mäuse Blitze seien.

Iiieh, eine Maus!
Der Krankheitsüberträger
Viele Menschen glauben, dass Mäuse sehr dreckig sind und unrein. Sie sind jedoch extrem sauber und legen in ihrem Revier sogar unterschiedliche Plätze für Schlafen und Fressen ein. Dennoch sind sie Krankheitsüberträger vieler Bakterien, Viren und Krankheiten, z. B. Salmonellen, Hantaviren, Flohfleckfieber, Tularämie und Beulenpest.

Rennmaus

Eine kleine Rennmausfamilie! Die kleinen im Bild oben sind schon älter als 2 Wochen, weil ihre Äuglein bereits offen sind.

Die älteste Maus der Welt …
… ist Mickey Maus! Sie wurde 1928 geboren und lebt heute noch ;) Spaß beiseite: Normalerweise leben Mäuse nicht so lange. Als Haustier leben sie etwa 2 Jahre, manchmal sogar bis zu 5 Jahre. In der freien Wildbahn meistens nur 12-18 Monate, im Einzelfall bis zu 4 Jahre.

Furchtlose Entdecker
Im Herzen sind Mäuse große Entdecker! Sie sind sehr neugierig und erkunden täglich ihre Umgebung, merken sich Orte, Wege, Hindernisse, Futterstellen und andere Dinge. Sie erkennen schnell neue Gegenständie und – im Gegensatz zu Ratten – fürchten sich nicht vor ihnen.

Die Maus im Haus
Eindeutige Anzeichen für fellbesetzte “Mitbewohner”
  • Kotkügelchen in der Nähe von Lebensmitteln
  • Fußspuren oder Spuren vom Schwanz – vor allem auf staubigen Oberflächen sichtbar
  • Urin (bereits getrocknet oder frisch) leuchtet unter UV-Licht
  • Moschusartiger Duft vor allem in der Nähe von Lebensmitteln
  • Im Gegensatz zu Ratten klettern Mäuse in die Wände und machen dabei Geräusche.
  • Quietschende und knabbernde Geräusche ;)

1 weibliche Maus + 1 männliche Maus = 12 Mäusebabys
In der freien Wildbahn vermehren sich Hausmäuse nur von April bis September. Hausmäuse, die in der Nähe von Menschen leben, vermehren sich das ganze Jahr über. Eine weibliche Maus gebärt pro Jahr etwa 5-10 Würfe, teilweise sogar bis zu 14. Ein Wurf besteht aus 3-12 Jungen, wobei es für gewöhnlich 5-6 Jungen sind. Die kleinen öffnen ihre Äuglein nach 14 Tagen und sind nach 3 Wochen unabhängig von der Milch der Mutter. Weibliche Mäuse säugen übrigens auch fremde Mäuse-Babys.

Das Mäusenest
Mäuse basteln ihre Nester gerne aus Stofffetzen, Papier oder anderen weichen Materialien. Das Ganze sieht mehr aus wie ein Ball, der lose zusammengewebt wurde und ist etwa 10 bis 15 cm im Durchmesser.

Lebensraum der Mäuse
In freier Wildbahn leben Hausmäuse gerne in Felsspalten oder Wänden, graben kleine Höhlen mit komplizierten Tunneln, Kammern und Nestern und drei bis vier Ausgängen. Beim Menschen leben sie gerne in Holzhaufen, Dachsparren, Lagerräumen und anderen versteckten Plätzen in der Nähe von Futter.

Auf dem Speisezettel
Was eine Maus frisst
Mäuse mögen hartes Brot. Ihre Zähne sind beinahe so hart wie Diamanten. Auf einer Härteskala namens „Mohs'sche Skala“ liegt der Diamant bei der Härte 10, Mäusezähne bei 9,6. Abgesehen von dem harten Brot fressen sie aber im Grunde alles, was ihnen zwischen die Zähne kommt: Pflanzen, Samen, Wurzeln, Blätter, Insekten (Käferlarven, Tausendfüßler, Kakerlaken), Aas und alles, was sie in der Küche finden. Ungewöhnlich, aber wahr: Sie essen auch Klebstoff, Seife und andere Haushaltsmaterialien.

Feinde
Diese Tiere haben Mäuse zum Fressen gern
Mäuse haben viele Feinde: Hauskatzen, Füchse, Wiesel, Frettchen, Schlangen, Falken, Habicht. Ihr schlimmster Feind ist aber vermutlich die Schleiereule., sie vertilgt pro Jahr ca. 25.000 Mäuse!

Alle 5 Sinne beisammen?
Hausmäuse haben zwar schlechte Augen, aber einen guten Geruchssinn, Geschmackssinn und Hörsinn. Sie benutzen ihre Barthaare, um Luftveränderungen aufzunehmen und Oberflächen zu erfassen.

Angst vor Mäusen?
Haben Elefanten wirklich Angst vor den kleinen Tierchen? In der RubrikDas stimmt nicht erfährst du es!

Afrikanische Zwergmaus

Die Afrikanische Zwergmaus im Bild oben hat eine Körperlänge von bis zu 5 cm und eine Schwanzlänge von bis zu 6 cm. Sie wiegt nur ca. 5 Gramm.

Kommentare (1)

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ich find die ja soooooo süß!!!
ich habe selbst 6 rennmäuse.
Rennmausi , 13.03.2010

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