Fledermaus
Steckbrief
Größe: 29 mm bis 14 cm
Gewicht: 2 g bis 220 g
Geschwindigkeit: bis zu 65 km/h
Merkmale: Säugetier mit Flügeln
Ernährung: Insekten, Früchte, Tierblut
Lebensraum: Weltweit
Ordnung: Fledertiere
Unterordnung: Fledermäuse
Foto: Manuel Werner / Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported.
Es gibt über 900 Fledermausarten weltweit, die lustige Namen wie „Hufeisennase“, „Haftscheibenfledermaus“, „Stummeldaumen“ oder „Mopsfledermaus“ tragen. Dieser Steckbrief informiert dich über Fledermäuse im Allgemeinen.
Drakula lässt lässt grüßen!
Viele Menschen haben Angst vor Fledertieren. Ihnen wird so einiges nachgesagt: Sie seien mit dem Teufel verwandt, würden sich in Frauenhaare einwickeln und schlafenden Menschen das Blut aussaugen. Die Fledermaus kommt mehr schlecht als recht weg, obwohl das Markenzeichen eines ziemlich bekannten Marvel-Superhelden ein Fledermaus-Kostüm ist... Bätmäään! Zumindest ist das Fledertier in China ein Glücksbringer und die Mayas verehrten es als Gottheit.
Navigation per Ultraschall
Um nachts zu navigieren, geben Fledermäuse bis zu 200 Mal in der Sekunde Ultraschalllaute von sich. Die Schallwellen, die dadurch entstehen werden von Objekten und am besten natürlich von Beutetieren wie Insekten zurückgeworfen. So weiß die Fledermaus ganz genau, wo sie sich und wo sich ihre Beute aufhält. Eine Fledermaus kann übrigens innerhalb einer Stunde 1.200 Insekten verdrücken!!
Die Feinde der Fledermaus
Katzen und Greifvögel stellen für Fledermäuse die größte Bedrohung dar.
Fledermäuse halten Winterschlaf
Wie Bären legen sich auch Fledermäuse Fettvorräte an. Sie werden benötigt, um beim Aufwachen die „Betriebstemperatur“ wieder zu erreichen, also die normale Körpertemperatur. Diese sinkt während des Winterschlafs stark ab und liegt nur knapp über der Umgebungstemperatur (in frostfreien Höhlen). Meist kuscheln sie sich in ihren Wohnstuben eng aneinander, damit sie so wenig Energie wie möglich verbrauchen.
Links ist da, wo der Daumen rechts ist
Es heißt, dass Fledermäuse immer nach links fliegen, wenn sie eine Höhle verlassen. Aber warum? Fledermäuse orientieren sich angeblich auch am Mond. Wenn man sich nun vorstellt, dass eine Fledermaus kopfüber hängt und der Mond im Westen aufgeht, dann erscheint er für die Fledermaus auf der linken Seite. Deshalb fliegen sie auch links herum aus der Höhle. Allerdings hätten sie es nicht im Geringsten nötig, sich am Mond zu orientieren...
Nicht alle Fledertiere sind Fledermäuse
Es gibt noch eine zweite Art von Fledertier: den Flughund. Nein, keine Mini-Pudel mit Fledermausärmeln, die durch die Gegend flattern ... wobei, lustig wäre das schon! Mit dem Haushund hat der Flughund nichts gemeinsam. Im Gegensatz zu den Insektenfressenden Fledermäusen mampfen die Flughunde am liebsten Früchte, Nektar und Pollen. Außerdem fliegen sie nicht mit Hilfe der Echoortung, sondern lassen sich von ihren scharfen Augen und Nasen führen.
Fledermaus-Rekorde
| Fledermausart | Kategorie | Rekord |
| Braune Fledermaus | Langschläfer (Fledermaus-Rekord) | 20 Stunden |
| Braunes Langohr | Längste Ohren | 4 cm (Körperlänge: 5 cm) |
| Schweinsnasenfledermaus | Kleinstes Säugetier | 29 mm |
| Australische Gespenstfledermaus | Größte Spannweite (Fledermaus-Rekord) | 60 cm |
| Anoura fistulata | Längste Zunge | 7,5 cm (Körperlänge: 5 cm) |
| Mexikanische Bulldoggfledermaus | Höchster Flug (Fledermaus-Rekord) | 3.300 m |
| Mexikanische Bulldoggfledermaus | Schnellster Flug (Fledermaus-Rekord) | 65 km/h |
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