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Tasmanischer Teufel

Steckbrief Tasmanischer Teufel

Größe 57-65 cm 
Geschwindigkeit bis 24 km/h 
Gewicht 6-8 kg 
Lebensdauer 5-8 Jahre 
Ernährung Mäuse, Ratten, Hasen 
Feinde Schlangen, Wildhunde 
Lebensraum Australien 
Ordnung Raubbeutlerartige 
Familie Raubbeutler 
Wissenschaftl. Name Sarcophilus 
Merkmale sehr neugieriges, aggressives Beuteltier 
Ein echter Teufel?

Du kennst den tasmanischen Teufel aus Zeichentrickserien? Es gibt ihn tatsächlich! Er ist das ungewöhnlichste Säugetier in Tasmanien. Woher kommt aber der Name? Europäische Siedler haben ein schauriges Fauchen gehört, das der Teufel macht, wenn er nach Futter sucht. Wenn die kleinen Teufel in der Gruppe einen Kadaver fressen kreischen sie so grell, dass es einem eiskalt den Rücken herunter läuft. Außerdem sind die Teufel schwarz. An wen denkt man da wohl?

Die Staubsauger des Waldes

Tasmanische Teufel wandern jede Nacht weite Strecken, um Futter zu finden, manchmal sogar bis zu 16 km. Als Aasfresser mampfen sie quasi alles, was auf ihrem Weg liegt, inklusive der Knochen. Aber sie jagen auch lebende Beute, kleine Säugetiere und Vögel. Tasmanische Teufel werden auch als „Staubsauger des Waldes“ bezeichnet.. Egal wie alt und verfault etwas ist, sie essen es und halten damit den Wald sauber.

Tasmanische Teufel-Babys

Tasmanische Teufel gehören zu den Beuteltieren und tragen ihre Kids vier Monate wohlbehütet im Beutel mit sich, bevor sie auf eigenen Füße stehen müssen. Doch bis dahin ist es ein steiniger Weg: Das Weibchen gebärt 50 Junge auf einmal, die dann ein Wettrennen von 7,6 cm vom Geburtskanal zu den Zitzen im Beutel der Mutter hinlegen müssen. Nur wer eine Zitze erwischt, überlebt. Doch weil es davon nur vier gibt, überleben nur diese vier. Wenn sie groß genug sind, reiten die Kleinen oft auf dem Rücken der Mama oder hängen sich wie bei den Koalas unter den Bauch. Nach 6 Monaten verlassen die kleinen die Mutter. Wenn sie das erste Jahr überleben, werden sie in freier Wildbahn zwischen 7 und 8 Jahre alt.

Teufel in Gefahr

Da die tasmanischen Teufel zu den größten Fleischfressern in Tasmanien zählen, haben sie nur wenige Feinde. Sie sterben bei Kämpfen mit einheimischen Hunde, bei Autounfällen, durch Krankheit oder Verlust ihres Lebensraums.

Seltsames Verhalten?

Wenn ein tasmanischer Teufel seinen Mund weit öffnet, hat er Angst und ist unsicher. Unter Stress produziert er außerdem einen fauligen Geruch.

Hatschi!

Sieht man zwei tasmanische Teufel niesen, hat man nicht etwa zwei erkältete Tiere vor sich. Das Niesen ist eine Art Bluff, wenn zwei rivalisierende Männchen einen Macht-Kampf austragen. Während sie sich raufen, werden außerdem ihre Ohren rot.

Fast ausgerottet

Früher wurden tasmanische Teufel als Schädlinge betrachtet und – ebenso wie der tasmanischen Tiger – gejagt. 1936 starb der letzte tasmanische Tiger. Zum Glück wurden die tasmanischen Teufel 1941 per Gesetz geschützt und hatten so die Chance, sich wieder zu vermehren. Außerdem schätzen die meisten Farmer sie jetzt, denn die kleinen Fleischfresser  töten Mäuse.

Interessante Verwandte

Der tasmanische Teufel hat neben dem Beutelmarder einen Haufen Verwandte, deren Namen ziemlich schräg sind:  Fettschwanzbeutelmaus, Sprenkelbeutelmaus, Doppelkammbeutelmaus, Kammschwanzbeutelmaus, Rote-Breitfußbeutelmaus, Ameisenbeutler und Pinselschwanzbeutler.

Solange du Schüler bist, darfst du gerne die Texte für dein Referat, Präsentation, Plakat oder Hausarbeit in der Schule verwenden. Wir freuen uns über einen Kommentar, wie dein Referat über den Tasmanischen Teufel angekommen ist. Wir haben alle Infos gewissenhaft recherchiert, sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, schreibe uns eine kurze Mail.

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