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Kragenechse

Steckbrief Kragenechse
Größe 60 cm bis 1 m
Geschwindigkeit bis 48 km/h
Gewicht 0,5 bis 1 kg
Lebensdauer 1-20 Jahre
Ernährung Insekten, Spinnen, Zikaden, Ameisen
Feinde Schlangen, Eulen, Dingos
Lebensraum Australien, Neu-Guinea
Klasse Reptilien
Ordnung Schuppenkriechtiere
Familie Agamen
Wissenschaftl. Name Chlamydosaurus Kingii
Merkmale langer Schwanz, aufstellbarer Kragen
Jurassic Park

Hast du den Kinofilm Jurassic Park gesehen? Dann sind dir sicher die Urzeit-Echsen aufgefallen, die ganz plötzlich Gift gespuckt haben und dabei eine riesige Krause wie einen Regenschirm aufgefaltet haben – ganz ähnlich wie die Kragenechse! Die Urzeit-Echse aus Jurassic Park basiert auf dem Dinosaurier Dilophosaurus. Es gibt jedoch keinen wissenschaftlichen Grund zur Annahme, dass der Dilophosaurus Gift gespuckt oder eine Krause besessen hat.

Der Kragen

Während der Körper der Kragenechse sehr unauffällig gefärbt ist, ist der Kragen oft knallrot oder orange. Um ihn aufzufalten, öffnet die Kragenechse ihr Maul, denn die Muskeln um den Kiefer und die Zunge herum sind gleichzeitig mit einem Knorpel am Kragen verbunden. Dieser öffnet sich also fast automatisch. Der Durchmesser des Kragens beträgt zwischen 20 cm und 30 cm.

Was steht auf dem Speiseplan?

Kragenechsen ernähren sich von Spinnen, Zikaden, Käfern und anderen Insekten, die in Bäumen leben. Sie jagen ihre Beute aber auch am Boden, z. B. Ameisen oder andere kleine Echsen. Um die Beute ins Visier zu nehmen, verfügen die Kragenechsen über eine exzellenten Sehsinn. Außerdem sind sie sehr schnell: Wenn sie einen leckeren Happen auf dem Boden sehen, lassen sie sich vom Baum fallen, schnappen sich die Beute und sind innerhalb von Sekunden wieder auf ihrem Baum.

Baumliebhaber

Kragenechsen sind begeisterte Kletterer und verbringen über 90 % ihres Lebens in Bäumen.

Verteidigung - Plan A: Ich bin nicht da

Kragenechsen vermeiden am liebsten jede Art von Kampf. Durch ihre Tarnfarbe scheinen sie mit dem Boden oder Ästen beinahe zu verschmelzen. Dabei legen sie ihren Kragen ganz flach an den Körper und verharren völlig regungslos auf einer Stelle.

Verteidigung - Plan B: Ich bin gefährlich

Wenn die Tarnung aufgeflogen ist, geben Kragenechsen ihr Bestes, um so fies wie möglich auszusehen: in ihrem Fall wie fürchterlich gefährliche Drachen. Sie reißen ihren Mund auf und zeigen die scharfen Zähne, falten ihren leuchtenden Kragen weit auf, stellen sich auf die Hinterbeine und schlagen mit dem Schwanz in den Boden (der Schwanz macht übrigens 2/3 seiner Körperlänge aus). Die Kragenechse sieht dabei fast doppelt so groß aus und in vielen Fällen geht der Plan auf. Der Angreifer ist völlig verschreckt und rennt davon. Dabei sind Kragenechsen völlig harmlos.

Verteidigung - Plan C: Ich bin weg

Wenn Plan B nicht aufgeht, weil der Angreifer von all der Action unbeeindruckt bleibt, dreht sich die Kragenechse um und beginnt zu rennen. Es ist fast unmöglich, bei diesem Anblick NICHT zu lachen, denn es sieht urkomisch aus, wie sie auf den Hinterbeinen davon düst und dabei eine kleine Staubwolke hinterlässt. Schnurstracks steuert sie den nächsten Baum an, um sich auf ihm zu verstecken.

Paralympics

Die Kragenechse "Lizzie" war bei den Paralympics (Olympische Spiele für Sportler mit körperlicher Behinderung) in Sydney im Jahr 2000 das offizielle Maskottchen.

Kragenechsen stehen auf Geld

Oder sind es die Australier, die auf die Kragenechsen stehen? Zumindest zierte das Tier ein 2-Cent-Stück, das aber mittlerweile seit 1992 nicht mehr im Umlauf ist.

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