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Schnabeltier

Steckbrief Schnabeltier

Größe bis 60 cm 
Geschwindigkeit bis 35 km/h 
Gewicht bis 2,4 kg 
Lebensdauer 15-20 Jahre 
Ernährung Insekten, Schnecken, Krebse 
Feinde Füchse, Schlangen, Krokodile 
Lebensraum Ost-Australien, Tasmanien 
Ordnung Kloakentiere 
Familie Schnabeltiere 
Wissenschaftl. Name Ornithorhynchus anatinus 
Merkmale Entenschnabel, Paddelfüße 
Ein Tier wie ein Flickenteppich

Das Schnabeltier ist eines der ungewöhnlichsten Tiere auf der Welt. Es scheint aus vielen Tieren zusammengesetzt worden sein, gerade so als wäre Dr. Frankenstein am Werk gewesen. Äußerlich erinnert es an folgende Tiere:

Ente (Schnabel)
Biber (Schwanz, Schwimmfüße)
Bär (Krallen)
Otter (Pelz)

Obendrein besitzt es auch noch einen Giftstachel. Zuerst hielt man das Schnabeltier für eine „Fälschung“ und glaubte, dass ein Entenschnabel an einen Biber genäht wurde. Auch Charles Darwin staunte 1836 nicht schlecht, als er dieses außergewöhnliche Tier entdeckte und schrieb er in sein Tagebuch: „Glaubt jemand nur seinem eigenen Verstande, könnte er ausrufen: Gewiss müssen hier zwei verschiedene Schöpfer am Werk gewesen sein.“

Auf der Jagd

Das Schnabeltier lebt hauptsächlich in Bächen und Flüssen und stöbert im Wasser nach Futter. Da es so fast blind und taub ist, hat es eine besondere Strategie entwickelt, Beute aufzuspüren. Wie eine Antenne nimmt der Schnabel des Schnabeltiers die Richtung elektrischer Signale anderer Tiere auf. Sie entstehen durch das Anspannen von Muskeln, z.B. wenn ein Tier aufgescheucht wurde und die Flucht ergreifen will.  Aus diesem Grund bewegt das Schnabeltier seinen Schnabel auf der Jagd auch immer hin und her, um möglichst genau den Ursprung der Signale zu bestimmen. Da es keine Zähne hat, zerquetscht es seine Beute mit den beiden Schnabelplatten.

Unter Wasser

Das Schnabeltier verschließt beim Schwimmen seine Augen, Ohren und Nasenlöcher und schraubt sich wie ein Propeller mit seinen Vorderfüßen vorwärts. Mit den Hinterfüßen bremst und steuert es.

Wozu eigentlich... ?

Männliche Schnabeltiere besitzen einen giftigen Stacheln am Hinterbein. Es dient den Männchen zum Kampf um ein Weibchen. Wenn ein Mensch mit diesem Gift in Berührung kommt, ist dies zwar nicht tödlich, kann aber Schmerzen verursachen, die Monate (!) anhalten.

Mehr Infos über giftige Säugetiere findest du im Artikel
Giftige Säugetiere – Nager, Mäuse und Affen, die mit Gift Beute erlegen

Solange du Schüler bist, darfst du gerne die Texte für dein Referat, Präsentation, Plakat oder Hausarbeit in der Schule verwenden. Wir freuen uns über einen Kommentar, wie dein Schnabeltier-Referat angekommen ist. Wir haben alle Infos gewissenhaft recherchiert, sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, schreibe uns eine kurze Mail.