Größe: bis 47 cm
Gewicht: bis 490 g
Ernährung: Fische, Frösche, Schnecken, Insekten, Schlangen
Lebensraum: Asien, Afrika, Australien, Südamerika, vereinzelt auch Europa und Nordamerika
Ordnung: Rackenvögel
Familie: Eisvögel

Was für ein leuchtendes Gefieder!
Das Markenzeichen des Eisvogels ist sein wunderschönes Gefieder, das in blauer, grüner, türkiser, roter oder goldener Farbe schillert. Die Farbe kommt aber nicht durch Farbpigmente in den Federn zustande, sondern wird durch die Lichtbrechung hervorgerufen. Daher verändert sich die Farbe des Gefieder auch – je nachdem wie die Sonne auf ihn fällt.
Der Schnabel
Der Eisvogel sieht oft etwas plump aus, weil sein Schnabel oft zu lang und zu groß für seinen kleinen Körper scheint.
Kurze Beine, kräftige Füßchen
Eisvögel sitzen die meiste Zeit bequem auf Ästen oder Stängeln, weshalb sie keine langen Beine brauchen. Dafür sind ihre Füße umso kräftiger, denn sie müssen sich gut festhalten können.
Ganz schön eitel, der Eisvogel!
Eisvögel achten auf ihr Äußeres – kein Wunder bei diesen prächtigen Federn. Sie nehmen gerne ein ausführliches Bad, und putzen ihr Gefieder während sie sich von der Sonne trocknen lassen. Auch der Schnabel wird gerne gepflegt. Sie wetzen ihn an Ästen, erst die eine Seite, dann die andere – so lange bis sie zufrieden mit dem Ergebnis sind.
Mit dem Eisvogel auf Beutefang
Ob Eisvögel nur faul sind, praktisch veranlagt oder besonders clever: Ihre Jagdmethode ist auf jeden Fall sehr bequem! Während ihr Futter ahnungslos durch das Wasser paddelt, sitzen sie bequem auf einem Ast darüber und beobachten das Geschehen. Gerät ein Fisch in Sichtweite, hat er ein kleines Problem… Der Eisvogel schießt wie ein Pfeil ins Wasser, schnappt sich den Fisch und kehrt mit ihm auf seinen Ast zurück. Dort schlägt er ihn gegen den Ast, um ihn zu töten und verputzt ihn, indem er sich den Fisch in den Schnabel schiebt und mit dem Kopf zuerst hinunter schluckt.
Augen wie ein Adler
Eisvögel haben sehr gute Augen, mit denen sie auch problemlos Tiere sehen können, die sich unter der Wasseroberfläche bewegen und schätzen die Entfernungen perfekt ein (Wasser wirkt wie eine Vergrößerungslupe, daher erscheint ein Fisch manchmal näher als er ist). Der Götzenliest erkennt sogar Beute, die bis zu 90 Metern weit weg ist.
Heute mal kein Fisch
Eisvögel futtern gerne auch Krabben, Schnecken und Frösche. Je nachdem, ob sie im Wald, in Graslandschaften oder in der Wüste leben, ernähren sie sich anders. So kommen auch mal Insekten, Spinnen, Reptilien und kleine Säugetiere auf den Tisch. Der Haubenliest ist für eine besondere Vorliebe bekannt: Er macht gerne Jagd auf Schlangen. Er packt sie knapp hinter dem Kopf und schlägt sie gegen einen Ast oder Felsen. Schlangen zu fressen ist allerdings etwas komplizierter. Der Kopf wird als erstes verschlungen, ihr restlicher Körper befindet sich aber noch draußen. Der Eisvogel kann sie nur Stück für Stück verschlingen. Das sieht ganz schön ulkig aus.
Eisvögel beim Nisten
Zum Brüten reicht den Eisvögeln eine Höhle, die sie in den Boden graben, sie suchen sich aber auch alte Baumhöhlen oder Termitenhügel. Die Eltern schuften drei bis sieben Tage, bis der Nistplatz ihren Ansprüchen genügt. Der Rekord für ein Eisvogelnest liegt bei 8,5 m Länge und wurde vom Riesenfischer gegraben. Normalerweise wird es aber nur ca. 1-2 Meter lang. Die Nistkammer selbst ist nur 20-30 cm breit und hoch. Die Eltern schleppen das Futter hinunter, bis die kleinen stark und groß genug sind, aus der Höhle zu krabbeln. Nach einigen Tagen bzw. Wochen (je nach Art) können die Jungvögel schon selbst für sich sorgen.
Der lachende Hans
Der lachende Hans bildet eine Ausnahme – nicht nur aufgrund seines urkomischen Namens. Eigentlich trägt der lachende Hans den Namen Jägerliest, aber weil sich sein Ruf wie ein lautes Lachen anhört, wird er meistens bei seinem „Zweitnamen“ genannt. In vielen Hollywood-Filmen, die im Dschungel Afrikas oder Südamerikas spielen, hörst du dieses unverwechselbare Lachen (wobei der lachende Hans eigentlich in Australien beheimatet ist). Was diesen Vogel außerdem besonders macht, ist seine gesellige Art. Normalerweise sind Eisvögel Einzelgänger und begegnen sich nur zur Paarungszeit. Der lachende Hans und der Haubenliest leben dagegen in kleinen Familienverbänden, mit Mutter, Vater, Onkel und Tante. Die engsten Verwandten kümmern sich auch mit um den Nachwuchs, wobei das ungewöhnlicherweise meistens die Männchen sind.

Aborigine-Legende
Eine Legende der australischen Eingeborenen besagt, dass der lachende Hans von den Göttern auserwählt wurde, die Menschen und Tiere bei Beginn eines Tages zu wecken.
Die größten und die kleinsten
Der größte und schwerste Eisvogel ist der lachende Hans mit bis zu 47 cm Länge und 490 g Gewicht, der kleinste und leichteste ist der Braunkopfzwergfischer mit nur 10 cm Länge und 12 g Gewicht.
Vorsicht: Dieser Eisvogel macht Stress
Der Götzenliest ist sehr aggressiv und beinahe furchtlos. Seinen Nistplätze verteidigt er sogar gegen Tiere, die wesentlich größer sind, als er selbst: Wiesel, Katzen und Hunde.
Augen größer als der Magen
Viele Eisvögel verdrücken Beute, die viel zu groß für ihren Schnabel erscheint. Der Schnabel des Amazonasfischers ist nur etwa 7 cm lang, aber er verputzt Fische, die 17 cm lang sind!
Der Eisvogel ist…
… ein Tier des Jahres 2009!














