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Tiere des Waldes

Dieser Artikel enthält eine Übersicht über Waldtiere, ihrem Lebensraum im Wald und den Aufgaben des Waldes.

Der Wald bietet vielen Tieren Lebensraum. Sie finden dort Nahrung und gleichzeitig Schutz. Jedes Tier nimmt seinen eigenen Platz ein – in der Baumkrone, in Büschen und Sträuchern, oder am Boden.

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Tiere des Waldes Tiere des Waldes - Foto: Jim Cumming/Shutterstock

Steckbrief Wald
Arten im Wald ca. 6.700 Tierarten, ca. 4.700 Pflanzenarten
Der Wald bietet den Tieren
  • Nist- und Brutplätze
  • Schutz vor Wetter und Raubtieren
  • Nahrung
  • Spähplätze für Raubtiere
Der Wald bietet der Natur
  • Wasserspeicher
  • Boden- und Lawinenschutz
  • Klimaschutz, "Luftfilter"
  • Sauerstoff-Produktion

Der Wald ist wie ein Hochhaus mit vier Stockwerken bzw. sogenannten "Schichten": Boden-, Kraut-, Strauch- und Baumschicht. Je mehr Sonnenlicht durch das Blätterdach der Baumschicht dringt, desto ausgeprägter sind Kraut-, Strauch- und Bodenschicht. In jeder Schicht leben andere Tiere. 

Wenn du das nächste Mal durch den Wald gehst, dann beobachte doch mal, welche Tiere du siehst.

Schichten im Wald Schichten im Wald - Illustration: Silke/tierchenwelt.de

1. Baumschicht

In der Baumschicht leben hauptsächlich Vögel, die dort ihre Nist- und Brutplätze haben. Vor Raubtieren, die auf dem Boden leben, sind sie in dieser Schicht bestens geschützt. Aber auch Säugetiere wie das Eichhörnchen oder der Baummarder klettern in solche Höhen hinauf. Das Eichhörnchen baut dort oben sogar sein Nest, man nennt es „Kobel“.

Tiere in der Baumschicht: Eule, Buntspecht, Meise, Eichhörnchen, Eichelhäher, Kuckuck, Schwarzspecht, Baummarder, Fledermaus

Buntspecht Buntspecht - Foto: Matteo Chinellato/Shutterstock

2. Strauchschicht (bis 5 m)

Vögel nutzen Sträucher, um sich in ihnen zu verstecken, Nester zu bauen und leckere Früchte zu picken (z. B. Vogelbeeren, Schlehen, Himbeeren). Viele Sträucher besitzen Dornen, die die Vögel vor Raubtieren schützen. Da Sträucher bis in eine Höhe von 1,5 m wachsen können, finden hier auch Rehe Unterschlupf vor schlechtem Wetter und Raubtieren.

Tiere in der Strauchschicht: Amsel, Drossel, Rotkehlchen, Siebenschläfer, Eichhörnchen, Haselmaus, Reh

Eichhörnchen Eichhörnchen - Foto: Menno Schaefer/Shutterstock

3. Krautschicht (bis 1,5 m)

Zwischen den Gräsern und Farnen der Krautschicht haben vor allem Insekten ihren Lebensraum. Die Pflanzen dienen ihnen gleichzeitig als Schutz und als Nahrungsquelle. Je mehr Sonnenlicht durch das Blätterdach der Bäume dringt, desto mehr Pflanzen wachsen und gedeihen in der Krautschicht. Je weniger Sonne durchscheint, desto karger ist sie.

Tiere in der Krautschicht: Bienen, Wespen, Käfer, Schmetterlinge, Raupen, Fasan, Fuchs, Feldhase, Glühwürmchen

Wespe Wespe - Foto: Timin/Shutterstock

4. Bodenschicht (direkt am Boden)

Moose, Flechten, Pilze und Laub bedecken die Bodenschicht des Waldes. Insekten, Spinnen und Reptilien sind hier zu anzutrefen, aber auch Säugetiere wie Mäuse und Igel. Der nährstoffreiche Boden versorgt viele Tiere mit Nahrung. Gleichzeitig kann er für Tiere, die kleine Höhlen oder Tunnel in den Boden graben, auch eine Zuflucht sein.

Tiere in der Bodenschicht: Tausendfüßer, Eidechse, Insekten, Spinne, Salamander, Assel, Käfer, Schnecken, Waldeidechse, Maus, Dachs, Igel, Feuersalamander

Eidechse Eidechse - Foto: MirceaC/Shutterstock

Wissenswertes über die Baumarten im Wald

Wälder werden für gewöhnlich nach ihren Baumarten benannt, z. B.:

  • Laubwald: Ulmen, Weiden, Erlen, Birken
  • Nadelwald: Kiefern, Fichten
  • Mischwald: Mix aus Laub- und Nadelwald

Man gibt Wäldern aber auch je nach Ort, Klima oder Beschaffenheit eigene Namen. Der Bergwald befindet sich logischerweise in den Bergen. Ein Bruchwald ist ein nasser, feuchter Wald in Sumpfgebieten. Der Regenwald in Südamerika hat ein besonders feuchtes Klima. Als Urwald oder "Primärwald" wird ein völlig naturbelassener Wald bezeichnet. Ein Auwald wächst am Rand von Bächen und Flüssen.

Schon gewusst?
  • 32 % der Landfläche in Deutschland besteht aus Wald.
  • Unsere heimische Bäume werden in der Regel bis zu 40 m hoch.
  • Eichen können bis zu 850 Jahre alt werden.
  • 80% des Sonnenlichts wird von Baumblättern abgefangen.

Solange du Schüler bist, darfst du gerne die Infos als Grundlage für dein Referat, Präsentation, Plakat oder Hausarbeit in der Schule verwenden. Wir haben alle Infos gewissenhaft recherchiert, sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, schreibe uns eine kurze Mail.