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Video: Tiere in der Wüste

Eine Wüste ist eine Landschaft, in der es kaum regnet und wenig Pflanzen gibt. Manche Wüsten sind so heiß, dass der Regen verdunstet, bevor er auf dem Boden aufkommt. Am Tag klettert das Thermometer auf 50 Grad Celsius. In der Nacht kann es minus 4 Grad haben.

„Sahara“ und „Gobi“ bedeuten „Wüste“ in der Sprache der Einheimischen. Die größten Wüsten sind die Sahara in Nordafrika, die Wüste Gobi in Asien und die Kalahari im Süden Afrikas. In den extrem trockenen, heißen Sandwüsten gibt es kaum Nahrung. Viele Tiere leben deshalb am Rand einer solchen Wüste. Dort wachsen Wüstengräser, Kakteen, Agaven und Dornensträucher.

Tiere in der Wüste - Lebensraum Tiere in der Wüste - Lebensraum

Wie überleben Tiere in der Wüste?

Kamele sind perfekt an das Leben in der Wüste angepasst. Deshalb werden sie auch Wüstenschiffe genannt. Sie können wochenlang ohne Wasser und Nahrung auskommen. Ihre Füße sind so weich, dass sie beim Auftreten breiter werden und dadurch kaum im Sand einsinken. Selbst ein Sandsturm macht ihnen nichts aus, denn die Haare in ihren Ohren und die Wimpern an ihren Augen halten den Sand und den Staub ab. Kamele können sogar ihre Nasenlöcher verschließen.

Tiere in der Wüste - Kamel Tiere in der Wüste - Kamel

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Das Borstenhörnchen lebt in den Wüsten Afrikas. Es ist tagsüber aktiv, wenn der Wüstenboden bis zu 62 Grad haben kann. Doch das Borstenhörnchen hat einen genialen Trick: Mit seinem buschigen Schwanz spendet es sich selbst Schatten. Es hat quasi seinen eigenen Sonnenschirm immer dabei!

Tiere in der Wüste - Borstenhörnchen Tiere in der Wüste - Borstenhörnchen

Auch Erdmännchen sind tagaktiv. Sie verlassen sich auf ihren Sehsinn, um Raubtiere schon von weitem zu erkennen. Um so viel wie möglich zu sehen, stellen sie sich auf die Hinterbeine und strecken sich nach oben. Das grelle Sonnenlicht macht ihnen dabei gar nichts aus. Die schwarzen Schatten rund um ihre Augen verhindern, dass die Tiere geblendet werden. Wie bei einer Sonnenbrille.

Was macht die Schlange denn da? Sie scheint über dem Wüstensand zu schweben. Und das tut sie auch - fast. Durch ihre seitlichen Bewegungen findet sie auf dem losen Sand besser Halt und muss den heißen Boden kaum berühren.

Der Dornteufel hat einen richtig genialen Trick, um Wasser aufzunehmen. Nachts sammelt sich auf seinen Schuppen Feuchtigkeit aus der Luft. Die wird zu kleinen Wassertropfen, die von den Schuppen direkt in sein Maul fließen. Wie bei einer Regenrinne.

In der Wüste leben auch Elefanten. Gegen die Hitze haben sie zahlreiche Tricks. Wenn sie ein Wasserloch finden, bespritzen sie sich mit Schlamm. Er wirkt wie Sonnencreme und schützt sie vor Sonnenbrand. Außerdem ist der Schlamm eine wohltuende Erfrischung gegen die brütende Hitze.

Die Wüstenspringmaus und die Dorkasgazelle müssen überhaupt kein Wasser trinken. Sie nehmen es über ihre Nahrung auf. Fennek und Eselhase haben nicht nur große Ohren, um besser hören zu können. Wenn es heiß ist, pumpen sie Blut in die Ohren. Dort kühlt es sich ab.

Bonus-Info:
Die Mendesantilope lebt in der Sahara. In den Sommermonaten trägt sie ein helles, weißes Fell, das die Sonnenwärme kaum speichert. Weil es im Winter aber nachts -10 Grad haben kann, wechselt sie in dieser Zeit zu dunklem Fell, das die Sonnenwärme besser aufnimmt.

Der tierchenwelt-Check!

Wie überleben Tiere in der Wüste? Viele Tiere suchen tagsüber in Höhlen und Felsspalten Schutz vor der Hitze. Sie schlafen bis es Nacht wird. Dann werden sie aktiv. An Wasserlöchern trinken die Tiere oder nehmen Flüssigkeit über ihre Nahrung auf.

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