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Blaue Tiere

Warum gibt es blaue Tiere?

Blau ist im Tierreich eine ungewöhnliche Farbe. Und doch gibt es wunderschöne blaue Vögel, blaue Krebse, blaue Echsen, blaue Seesterneblaue Frösche, blaue Libellen, ja sogar blaue Käfer und blaue Wespen. Nach den Fotos erklären wir dir, warum die Tiere gerade DIESE Farbe haben. Es hat alles seinen Grund!

Fliegenschnäpper Fliegenschnäpper
Foto: Bonny Taylor Barry/Shutterstock
MoorfroschMoorfrosch
Foto: Mirko Graul/Shutterstock
BlauschnegelBlauschnegel
Foto: dmf87/Shutterstock
Blaureiher Blaureiher
Foto: kristabella97/Shutterstock
SeesternSeestern
Foto: Manamana/Shutterstock
IndigofinkIndigofink
Foto: aDam Wildlife/Shutterstock

Viele Tiere sind unscheinbar braun, grau oder grün, um in ihrer Umgebung so wenig wie möglich aufzufallen. Es sind meist Fluchttiere, die von Raubtieren nicht entdeckt werden wollen. Ein leuchtendes, knalliges Blau scheint nicht unbedingt hilfreich zu sein, wenn man sich tarnen will. Wozu also haben sie eine so auffällige Farbe?

Sie wollen:

  • abschrecken
  • warnen
  • ablenken
  • anlocken
  • beeindrucken
  • sich tarnen
  • gegenseitig wiederfinden
Blaufußtölpel Blaufußtölpel
Foto: Steffen Foerster/Shutterstock
Springspinne Springspinne
Foto: kurt_G/Shutterstock
GoldwespeGoldwespe
Foto: Nuwat Phansuwan/Shutterstock
BlauzungenskinkBlauzungenskink
Foto: Natalie Jean/Shutterstock
FloridakrebsFloridakrebs
Foto: nicefishes/Shutterstock
Sinai-Agame Sinai-Agame
Foto: wim claes/Shutterstock

Beispiele:

Blau als Warnung
„Bleib mir von der Pelle, sonst bereust du es.“

Blaues Gefieder sieht so toll aus, dass man es anfassen möchte. Aber einen blauen Frosch? Da schellen doch gleich alle Alarmglocken. Und genau das ist das Ziel. Die blaue Farbe soll andere Tiere warnen. Die kleine Amphibie, von der die Rede ist, ist ein Pfeilgiftfrosch und hochgiftig. Ebenso der Blauring-Krake. Sein Muster sieht fast aus wie ein ansteckender Hautausschlag. Der Blauring-Krake und der Pfeilgiftfrosch gehören zu den giftigsten Tieren der Welt.

Blau zum Anlocken
„Schau nur, wie toll ich bin!“

Der Indigo-Buchfink will mit seinem hübschen Gefieder Weibchen anlocken und beeindrucken. Die „Damen“ selbst sind eher schlicht „gekleidet“. Sie haben ein einfaches braunes Gefieder, durch das sie im Dickicht gut getarnt sind. Die Blaufußtölpel setzen dagegen eher auf auffällige „Fußmode“. Sie haben kein blaues Gefieder, aber dafür knallige blaue Füße. Wenn sie um ein Weibchen werben, strecken sie ihr die Füße entgegen und tanzen für sie.

Blau zum Wiederfinden
„Ach, daaaaa bist du“

Goldstumpfnasen haben ein zauberhaft schönes braun-orangefarbenes Fell. Solange sie ihr hellblaues Gesicht verbergen, sind die Affen durch ihr Fell bestens getarnt und damit sicher vor Raubtieren. Die auffällige Gesichtsfarbe haben sie, um ihre Freunde und Verwandten im dichten Dschungel wiederzufinden.

Blau zum Erschrecken
„Damit hast du nicht gerechnet, was?“

Wenn sich der grau-braune Blauzungenskink (eine Schuppenechse) bedroht fühlt, streckt er seine lange Zunge heraus. Doch die ist für seine Feinde anders als erwartet: komplett blau. Was für ein Schock! In den meisten Fällen nehmen sie vor Angst Reißaus. Auch der Morphofalter setzt auf den Überraschungsmoment. Wenn seine braunen Flügel zugeklappt sind, kann man ihn kaum von braunem Untergrund unterscheiden. Doch wenn er davon fliegt, schillern und leuchten seine Flügeloberseiten, so dass sich seine Feinde erschrecken und zögern. Genau dieses Zögern rettet dem Falter das Leben.

Sonnenwärme tanken

Blaue Mosaikjungfern sind abhängig von der Außentemperatur (von der Energie durch Wärme, denn Libellen sind wechselwarme Tiere). Wenn es morgens noch recht kühl ist, hilft ihnen die dunkelblaue Körperfarbe dabei, die Wärme des Sonnenlichts „aufzusaugen“. Dunkle Farben „absorbieren“ (vom lateinischen "absorbere" für "aufnehmen/verschlucken") das Sonnenlicht und damit die Sonnenwärme. Wenn es den Mosaikjungfern am Nachmittag zu warm wird, ändern sie ihre Farbe von dunkelblau zu hellblau - um nicht zu überhitzen.

Tipp! Probiere es aus: Wenn du in der Sonne schwarze Klamotten anhast, schwitzt du mehr, als in weißen Klamotten.